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Ethernet Powerlink

Open-Powerlink-Stack jetzt in Version 2.0 verfügbar

| Redakteur: Ines Stotz

Die Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG) hat bekannt gegeben, dass jetzt die Version 2.0 des Open-Source Powerlink-Stacks verfügbar ist. Durch die Umgestaltung und Reorganisation wurde die Architektur von Open-Powerlink vereinfacht und seine Modularität verbessert.

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( Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG) )

Die abwärtskompatible neue Version vereinfacht die Applikationsentwicklung und bringt eine schärfere Trennung zwischen der applikationsorientierten Stack-Bibliothek und dem zeitkritischen Stack-Treiber. Dies ermöglicht das Verlagern der Echtzeit-Applikation in einen dezidierten Kommunikationsprozessor oder ein Linux-Kernmodul und so eine Steigerung der Performance, während die API des Stacks im Anwenderbereich bleibt. Die gänzlich überarbeitete Dokumentation bietet neuen Entwicklern einen noch leichteren Einstieg in die Powerlink-Technologie.

Seit die BSD-lizenzierte Software im Jahr 2008 erstmals publiziert wurde, um 100% offene Powerlink-Technologie in den globalen Automatisierungsmarkt zu bringen, hat die Open-Source-Plattform mehr als 23.000 Downloads registriert. Heute bildet der Open-Powerlink-Stack die Basis unzähliger Produkte.

Kürzere Antwortzeiten und erhöhte asynchrone Bandbreite

Der Stack umfasst sämtliche von heutigen Powerlink-Geräten benötigten Schlüsselmerkmale. Zusätzlich zum Standard- und Multiplex-Modus unterstützt er das Poll-Response Chaining was in großen Netzwerken die durchschnittliche Antwortzeit wesentlich verkürzt. Die virtuelle Ethernet-Schnittstelle für die asynchrone Kommunikation unterstützt Multi-ASnd, bei dem die asynchrone Phase des Powerlink-Zyklus mit mehreren Telegrammen aufgefüllt wird, um die asynchrone Bandbreite zu erhöhen. Der Stack lässt sich wahlweise als Powerlink-Master oder -Slave betreiben.

Open-Powerlink ist plattformunabhängig, leicht portierbar und modular. Zusätzlich zu den bisher unterstützten Plattformen wie Linux, Windows, VxWorks und FPGA-Slaves verfügt die Version 2.0 über direkte Unterstützung für FPGA-basierte Masters auf Plattformen von Altera und Xilinx sowie als Implementierungen auf dem Sitara-Chip von TI.

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