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Messtechnik

Optimierte Maschinenbelegung durch virtuelle Messumgebung

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Fertigungsergebnisse virtuell messen

„Noch wesentlicher ist allerdings“, so Sebastian Frinker, „dass wir das Resultat der Fertigungssimulation auch virtuell per Simulation messen können – bevor real auch nur ein einziger Span gefallen ist! So lassen sich nicht nur Kollisionen erkennen, sondern auch bereits das programmierte Aufmaß messen und kontrollieren.“ Ein Quantensprung in Sachen Fertigungsplanung und Qualitätssicherung für die Schaufelfertigung bei Siemens.

Da sich die jeweiligen Bearbeitungsstufen der Schaufelprofile in ein digitales 3-D-Abbild überführen lassen, können Rückschlüsse auf die Korrekturparameter für den Fertigungsprozess verifiziert werden. Das kann jedoch nur effizient sein, wenn sich die Schaufelprofile auf gewohnte Weise messen und auswerten lassen, ohne die reale Messmaschine zu „belasten“. Das digitalisierte Bauteil der jeweiligen Fertigungsstufe muss also seinen Weg in den virtuellen Messraum finden.

Quantensprung durch Messsimulation

Realisiert wurde dieser Quantensprung durch den Einsatz des I++-Simulators von Hexagon Metrology – dem virtuellem Messraum – in Kombination mit der bereits seit Jahren bei Siemens eingesetzten Messsoftware Quindos mit I++DME.

Mit der innovativen Lösung der simulierten Messung entfällt das frühere, extrem zeitaufwändige Procedere mehrfacher Einricht- und Messschritte beim Einfahren neuer Schaufelvarianten. Der I++-Simulator ermöglicht als eigenständiges Programmpaket die Simulation eines kompletten Messablaufs. Mit ihm programmiert Anwendungstechniker Sebastian Frinker bei Siemens die Messabläufe des kompletten Teilespektrums so, als ob er an seinem realen Messgerät, einem Leitz Sirio 688, agiert.

Programmieren in gewohnter Umgebung

Das heißt, er arbeitet mit dem virtuellen Zielmessgerät und programmiert mit seiner gewohnten Mess- und Auswertesoftware Quindos. Der einzige Unterschied: Zur manuellen Steuerung des virtuellen Messgeräts dient ein herkömmliches Gamepad anstelle des konventionellen Bedienpults.

Programmiert wird also wie an der realen Maschine. Damit wird Offline-Programmierung zur „barrierefreien“ Online-Programmierung. Für eine maximale Effektivität bei der Messprogrammerstellung setzt man bei Siemens in Görlitz zudem die QUINDOS-Anweisung „MeBladeProf“ ein. Die Leistungsbandbreite von MeBladeProf (Messen/Auswerten – Profil einer Turbinenschaufel) reicht vom vereinfachten Messen bis zur Auswertung eines Schaufelprofilschnitts.

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