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Messtechnik

Optimierte Maschinenbelegung durch virtuelle Messumgebung

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Anweisung mittels Soll-Profilen

Die Eingabe der Sollwerte der Profilcharakteristika erfolgt über eine einfache Maske mit der Visualisierung eines Schaufelprofils. Die Anweisung ruft ein Unterprogramm auf, das das Profil automatisch – mit den notwendigen Freifahrwegen – misst und wahlweise Radiuskorrektur, Einpassung, Ist-Soll-Vergleich und Ergebnisdarstellung durchführt. Die Anweisung kann direkt mit den in Quindos CAD-generierten Soll-Profilen erfolgen – ob für den virtuell gemessenen Schaufelrohling oder das reale gemessene Fertigteil.

Für die Profilschnitte der Rohlinge wird das bereits durch Digitalisierung erstellte CAD-Modell verwendet. Es bietet den Vorteil, dass eine Auswertung zum Mittelmaß erfolgen kann, um auf diese Weise die Prozesskorrektur für die Fertigung zu verifizieren.

Sicherheit bei parametrisierten Messprogrammen

Anwendungstechniker Sebastian Frinker bringt einen weiteren Aspekt ins Spiel, nämlich Messprogramm-Anpassung: „Bei parametrisierten Messprogrammen, die ja immer für eine ganze Bauteilfamilie gelten, können auf eine spezielle Schaufel bezogene Detailänderungen problematisch werden. Weil sie ja auch immer Auswirkungen auf den Rest der Familie haben, die man vielleicht gar nicht im Blick hat. Das stellt man dann erst fest, wenn es bei deren Produktion zu Schwierigkeiten kommt.“

Schwierigkeiten, die der Messspezialist mit dem I++ Simulator ausschließen kann: „Mit dem I++ Simulator kann ich ganz einfach die diversen Szenarien virtuell durchspielen und alle Problemfälle im Vorfeld erkennen. Hätte ich diese Möglichkeit nicht, müsste ich nach einer Änderung im parametrisierten Programm tatsächlich jedes Teil der Schaufelfamilie real aufspannen und einzeln durchmessen – was allein vom Zeitaufwand völlig unmöglich ist.“

Messprogrammfehler frühzeitig erkennen

Fertigungsleiter Ulrich Maywald zeigt sich denn auch mehr als begeistert von der Kombination Quindos, der Anweisung MeBladeProf und I++ Simulator: „NC- oder Messprogrammfehler werden damit bereits vor Anlieferung des Rohmaterials erkannt und die Fertigung kann ohne Verzögerung beginnen. Durch die komplett virtualisierte Fertigung und Messung haben wir auch beste Voraussetzungen für eine schnelle Entwicklung neuer Schaufelgeometrien und deren Produkteinführung.“ Dies bedeutet ein Schritt in die technische Zukunft – hin zur vierten industriellen Revolution. (jv)

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