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Profibus Optimierte Profibus Slave-Implementierung möglich

| Redakteur: Katharina Juschkat

Renesas Electronics Europe und sein Partnerunternehmen TMG stellen einen Profibus Slave-Stack für die Renesas R-IN-Bausteine vor. Die beiden Unternehmen erweitern damit ihre Partnerschaft und liefern Systemlösungen für die Renesas R-IN32M3- sowie die RZ/T1-Familie. Neben der umfassenden Auswahl an industriellen Ethernet-Protokollen ist jetzt auch eine optimierte Profibus Slave-Implementierung möglich.

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Der Profibus Slave-Stack für die Renesas R-IN Bausteine ist aus der Zusammenarbeit von Renesas Electronics Europe und TMG entstanden.
Der Profibus Slave-Stack für die Renesas R-IN Bausteine ist aus der Zusammenarbeit von Renesas Electronics Europe und TMG entstanden.
(Krause)

Profibus ist ein Feldbus-Kommunikationsstandard für die Industrieautomatisierung. Die Norm wurde in den 1980er Jahren in Deutschland entwickelt und etablierte sich seitdem als führende Technologie. Aktuell sind mehr als 50 Millionen Profibus-Bausteine weltweit in Prozess- und Fertigungstechnik installiert.

„Obwohl industrielle Ethernet-Technologien die höchsten Wachstumsraten im Bereich der Industrieautomatisierung aufweisen, setzt sich das Wachstum im Profibus-Bereich kontinuierlich fort. Allein im Jahr 2014 kamen 3,5 Millionen neue Knoten hinzu“, erklärt Niels Trapp, Senior Director der Industrial & Communications Business Group bei Renesas Electronics Europe. „Dies ist ein weiterer Beleg für eine bedeutende Nachfrage bei unseren Kunden, die wir mit unserem Partner TMG abdecken. Es ist unser Ziel, unsere Kunden mit umfangreichen Softwarelösungen zu unterstützen, und Mehrwert-Services als Teil des Standard-Lieferumfangs zu bieten. Die Vorteile verkürzter Entwicklungszeiten für Prototypen sowie erheblich günstigere Entwicklungskosten sprechen dabei für sich.“

Steigerung der Netzwerk-Leistung um den Faktor 5

Die Renesas R-IN-Bausteine arbeiten auf der Basis eines „R-IN-Engine“ genannten IPs, wobei R-IN für „Renesas Industrial Network Controller“ steht. Diese Engine besteht aus einem integrierten Prozessor-Subsystem mit Ethernet- und RTOS-Hardware-Beschleunigern, die speziell auf industrielle Anwendungen ausgelegt sind. Hier kommt es vor allem auf hohe Arbeitsgeschwindigkeit, Echtzeitfähigkeit und schnelle Kommunikation bei gleichzeitig geringem Stromverbrauch an.

Die R-IN Engine führt einen Profibus-Slave auf einem Cortex-M3-Prozessor aus, was genügend Spielraum für die Ausführung zusätzlicher Anwendungen lassen soll. Das patentierte "Hardware RTOS" verringert die CPU-Belastung und ermöglicht verbesserte Interrupt-Responsezeiten mit minimalem Jitter. So kann die R-IN Engine die Netzwerk-Leistung im Vergleich zu anderen Mikrocontroller-Lösungen um den Faktor fünf steigern. Konventionelle Lösungen benötigen zur Abdeckung der Profibus-Kommunikation mehrere RISC-Prozessoren mit Taktfrequenzen von mehr als 200 MHz.

Die R-IN Engine unterstützt bereits eine Reihe industrieller Ethernet-Kommunikationsstandards wie Ether Cat, CC-Link IE, EtherNet/IP, Profinet und Modbus.

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