Rapid Manufacturing

Optimiertes Verfahren: Prototyping für filigrane Teile

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Prototyping-Neuland betreten mit dem Kleinserien-Spritzgussverfahren

Vor diesem Hintergrund hatte Jacob zusammen mit Hachtel aus Aalen ein gemeinsames Prototyping-Projekt für die Produktion eines Klemmenkorbs einer Kabelverschraubung gestartet. Das erklärte Ziel der beiden Unternehmen war es, in kürzester Frist prüffähige Teile zu einem vernünftigen Preis zu erhalten. Hachtel entwickelte hierzu das manuelle Kleinserien-Spritzgussverfahren weiter. Das Ergebnis ist vielversprechend und kann zeit- und kostenmäßig mit klassischen Prototyping-Verfahren mithalten. Im ersten Projektdurchlauf wurde nicht nur der angestrebte Zeitrahmen von zweieinhalb Wochen eingehalten, auch der Kostenrahmen von 3.000 Euro zur Erstellung des Werkzeugs wurde unterboten. 100 Bauteile wurden unter Verwendung des vorgegebenen, ungefüllten Polyamids ohne relevanten Verschleiß produziert. Eine mittels 3D-Scans durchgeführte Teilevermessung zeigte Abweichungen der Teile gegen das 3D-Modell von weniger als 0,1 mm.

Prototyping im Kleinserien-Spritzgussverfahren als Dienstleistung

Jacob und Hachtel bieten das neue Verfahren als zeitnahe Dienstleistung an. Schluss mit Lösungen, die nicht die 100 Prozent sind. Und damit wirtschaftlich interessante Lösungen für kleine Stückzahlen mit kurze Entwicklungszeiten anzubieten.

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Auf der Basis des von Hachtel weiterentwickelten manuellen Kleinserien-Spritzgussverfahren ist es also gelungen unter Rapid Manufacturing Bedingungen eine seriennahe Baureihe, mit 100 Stück Ausbringung in kürzester Zeit und kostengünstig zu realisieren. Jedoch mit dem entscheidenden Vorteil, dass sich das Verfahren auch für teilkristalline Kunststoffe und hochkomplexe Kunststoffteile eignet. In dieser Form bietet das Hachtel-Kleinserien-Spritzgussverfahren durchaus eine Alternative zu den werkzeugfreien 3D-Prototypingverfahren. Perspektivisch lässt sich das Verfahren noch weiter zeitoptimieren: in einzelnen Prozessschritten, wie zum Beispiel Beauftragung und Bereitstellung steckt durchaus Potenzial. Für viele F & E-Abteilungen in der kunststoffverarbeitenden Industrie dürfte sich also in Punkto Prototyping in den nächsten Jahren noch einiges tun.

* Volker Müller, Leiter Entwicklung bei Jacob GmbH – Elektrotechnische Fabrik & Steffen Hachtel, Geschäftsführer der F. & G. Hachtel GmbH & Co. KG

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