Intralogistikanlagen
Automatische Lagersysteme: smart, aber auch sicher?

Ein Gastbeitrag von Tobias Spangler und Carsten Schumann, TÜV SÜD Industrie Service 5 min Lesedauer

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Viele Unternehmen planen, den Automatisierungsgrad ihrer Lagersysteme und der zugehörigen Fördertechnik durch Retrofit-Maßnahmen zu erhöhen. Doch entsprechen die Anlagen nach der Modernisierung noch den Regelwerken, Normen und Sicherheitsvorschriften, die an den zum Teil weltweit verteilten Einsatzorten gelten?

Hochregallager mit Lastausschleusstellen und Schwerkraftrollenbahnen(Bild:  TÜV SÜD)
Hochregallager mit Lastausschleusstellen und Schwerkraftrollenbahnen
(Bild: TÜV SÜD)

Treiber für den Trend zur Automatisierung und den zunehmenden Einsatz von KI-gestützten Systemen in der Intralogistik sind der sich verschärfende Fachkräftemangel, die Schwierigkeiten bei der Skalierung des operativen Betriebs und die mangelnde Transparenz bei der Verfolgung des Warenbestands. Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Bundesverbands Logistik (BVL) und des Software- und Robotik-Anbieters GreyOrange aus dem Jahr 2022.

Höhere Effizienz und geringere Ausfallzeiten

Neue, innovative Hard- und Softwarelösungen für Lagertechnik optimieren den innerbetrieblichen Materialfluss, die Lagerverwaltung und den Informationsfluss. Beim Aufbau einer flexiblen, automatisierten Intralogistik kommen zunehmend auch Lösungen zum Einsatz, die Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) und des maschinellen Lernens (ML) einbeziehen. Mit einer solchen Modernisierung oder einem kompletten Retrofit sind zwar erhebliche Investitionen verbunden. Doch diese werden durch eine höhere Effizienz, geringere Ausfallzeiten und eine längere Lebensdauer der Anlagen kompensiert.