Wirtschaft Ostdeutschem Maschinenbau geht die Puste aus

Quelle: VDMA Ost 1 min Lesedauer

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In den vergangenen Monaten haben sich die drastischen Materialengpässe abgeschwächt, die Unternehmen bauen den Auftragsstau zunehmend ab, doch es kommen kaum neue Aufträge rein. Die ersten Firmen planen nun mit einem Stellenabbau.

61 Prozent der Unternehmen erwarten bis zum Jahresende 2023 unveränderte Geschäftschancen. Etwa jeder fünfte Betrieb rechnet damit, dass sich die Geschäftsaussichten im Vergleich zu bisher verschlechtern werden. (Bild:  worradirek - stock.adobe.com)
61 Prozent der Unternehmen erwarten bis zum Jahresende 2023 unveränderte Geschäftschancen. Etwa jeder fünfte Betrieb rechnet damit, dass sich die Geschäftsaussichten im Vergleich zu bisher verschlechtern werden.
(Bild: worradirek - stock.adobe.com)

Der ostdeutsche Maschinenbau hat weiter an Schwung verloren. Laut einer Mitteilung des VDMA Ost sanken im dritten Quartal 2023 wichtige Konjunkturindikatoren wie die Kapazitätsauslastung und das Auftragspolster im Vergleich zum Vorquartal. Grund dafür seien eine schwache Inlands- und Auslandsnachfrage, Kostensteigerungen, immer neue geopolitische Risiken sowie unsichere innenpolitische Rahmenbedingungen.

So stuften 62 Prozent der befragten Verbandsmitglieder ihre Gesamtsituation als positiv ein. Zur Jahresmitte waren es noch 68 Prozent, im ersten Quartal 2023 sogar 78 Prozent. Die wirtschaftliche Situation bewerteten 54 Prozent der Befragten als gut, 38 als negativ. Im Vorquartal sagten das noch 32 Prozent.

Im Schnitt seien die Auftragsbücher für knapp sechs Monate bis Ende März 2024 gefüllt. Doch laut VDMA Ost gibt es in der Branche erhebliche Unterschiede: die Unternehmen können zwischen einem Monat und zwei Jahren planen. Darüber hinaus verzeichneten 40 Prozent der Betriebe im dritten Quartal 2023 ein Auftragsminus im Vergleich zum Vorquartal.

„Wir beobachten seit Beginn dieses Jahres einen schleichenden Abwärtstrend. Das Auftragspolster der Unternehmen schmilzt, zugleich investieren die Kunden weniger in neue Maschinen und Produkte. Das bringt die Branche zunehmend in die Bredouille“, sagt Oliver Köhn, Geschäftsführer des VDMA Ost. Das führte dazu, dass nun fast ein Viertel der Firmen einen Stellenabbau plane. Das seien doppelt so viel wie im Vorquartal.

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