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Analyse Patente 2014: Deutschland schwächelt, USA vor Comeback und China stürmt

| Redakteur: Robert Weber

Das Europäische Patentamt hat heute seine Patentstatistik für 2014 veröffentlicht. Deutschland muss einen Rückgang verzeichnen, bleibt aber Spitzenreiter in Europa. Die Wettbewerber aus den USA und China legen zu. Aus Sicht der Automatisierung und Elektrotechnik legen Patente beim Energiemanagement, der Bildverarbeitung, der Steuerung, der Messtechnik und der Kommunikation zu.

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(Bild: Mattes, gemeinfrei, wikipedia)

Insgesamt stiegen die Patentanmeldungen um 3, 1 % auf 274.174 Einheiten. Die Amerikaner meldeten 2014 71745 Patente an. Das entspricht einem Zuwachs von 6,8 % Deutschland kommt auf 31647 Anmeldungen (Rückgang von 0,8 % zum Vorjahr) und sichert sich den dritten Platz. Japan bleibt trotz Rückgang um 4,4 % die Nation mit den zweimeisten Patenten der Welt (48657). Stark aufholen konnte China. Das Reich der Mitte legte um 18, 2 % und kommt auf 26472 Schutzanträge.

Bei den Unternehmen liegt der Mischkonzern Samsung an der Spitze (2541 Patente). Auf Platz 2 folgt Philips mit 2317 und Siemens auf Platz 3 mit 2133. BASF kommt auf Platz 6 mit 1530 und Bosch mit 1438 auf Platz 8. Bayer landet auf Platz 18 mit 809 Patenten. In den Top 10 landete auch das chinesische Unternehmen Huwei und ist damit einziger Vertreter der Volksrepublik in den Top 25. Die USA sind vor allem bei der Betrachtung der Top 50 stark. Mehr entnehmen Sie der Liste.

Bei den Technikfeldern legt die Elektrotechnik als Querschnittstechnologie zu. Spitzenreiter bleibt die Medizintechnik. Allerdings lassen die Cluster des Patentsamts Raum für Interpretationen. Die digitale Kommunikation legte um 7,8 %, elektrische Antriebe, Energiemanagement steigerte sich um 8 %, Messtechnik legte um 6,6 % zu, Steuerungstechnik um 7,2 % und Bildverarbeitung um 5,8 %. Das Patentamt unterscheidet bei den Technikfeldern nicht in B2B und B2C-Märkte.

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