Studie Patente als Schlüssel zur digitalen Souveränität

Quelle: Europäische Patentamt 1 min Lesedauer

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Das Europäische Patentamt hat seinen neuen Patent Index veröffentlicht. Die Studie zeigt, wie wichtig die neuesten Entwicklungen in der Coputertechnologie sind.

Das Patentsystem spielt bei der Entwicklung von Technologienormen eine zentrale Rolle, denn es schafft Anreize für Investitionen in Forschung und Entwicklung.(Bild: ©  Feng Yu - stock.adobe.com)
Das Patentsystem spielt bei der Entwicklung von Technologienormen eine zentrale Rolle, denn es schafft Anreize für Investitionen in Forschung und Entwicklung.
(Bild: © Feng Yu - stock.adobe.com)

Technologiestandards sind das unsichtbare Rückgrat der digitalen Wirtschaft – ob 5G, Wi-Fi oder vernetzte Fahrzeuge. Eine neue Studie des Europäischen Patentamts (EPA) belegt laut einer Mitteilung auf Basis von 5,5 Millionen Normungsdokumenten: Zwischen Patenten und Technologienormen besteht ein klarer, systematischer Zusammenhang. Bei über einem Drittel der standardessenziellen Patente (SEPs) werden Dokumente von Normungsorganisationen (SDOs) zitiert. Dies ist laut EPA ein starkes Indiz für ihre zentrale Rolle in der Entwicklung marktrelevanter Innovationen.

Der neue EPA-Datensatz verknüpft rund 190.000 Patentanmeldungen mit fast 170.000 SDO-Dokumenten. Besonders aktiv in diesem Bereich seien Huawei, Ericsson, Qualcomm und Nokia. Die Daten verbessern nicht nur die Transparenz, sondern bieten Stakeholdern auch ein Analyseinstrument zur Bewertung von SEP-Essenzialität und Patentqualität, heißt es weiter.

Mit Blick auf die strategische Bedeutung von SEPs für Europas Wirtschaft – etwa in KI, IoT und der Mobilfunktechnologie – rückt auch das Einheitliche Patentgericht (EPG) stärker in den Fokus. Seit seiner Gründung 2023 wurden bereits 23 SEP-Fälle dort verhandelt, Tendenz steigend. Das EPG bringe damit mehr Rechtssicherheit und Effizienz in diesen hochkomplexen Bereich. Ab Ende 2025 wird ein Mediationszentrum die Streitbeilegung weiter professionalisieren, so das EPA.

Die vollständige Studie ist auf der Website des EPAs verfügbar.

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