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Sichere Automatisierungstechnik

Pilz wächst und setzt verstärkt auf Robotik

| Redakteur: Sariana Kunze

Das Automatisierungsunternehmen Pilz blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück: Der Umsatz von 338 Mio. Euro entspricht einem Wachstum von 10,6 Prozent im Vergleich zu 2016. Auch 2018 wolle man weiterwachsen, dabei setzt das Unternehmen auf seine neuen Module für Service-Robotik.

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Anlässlich des Jahrespressegesprächs stellten Thomas Pilz (rechts), Geschäftsführender Gesellschafter von Pilz, und Susanne Kunschert (links), Geschäftsführende Gesellschafterin von Pilz, die Geschäftszahlen und Produktneuheiten vor. So bringt Pilz 2018 Module für Service-Robotik auf den Markt, darunter auch ein selbst entwickelter Roboterarm.
Anlässlich des Jahrespressegesprächs stellten Thomas Pilz (rechts), Geschäftsführender Gesellschafter von Pilz, und Susanne Kunschert (links), Geschäftsführende Gesellschafterin von Pilz, die Geschäftszahlen und Produktneuheiten vor. So bringt Pilz 2018 Module für Service-Robotik auf den Markt, darunter auch ein selbst entwickelter Roboterarm.
( Bild: elektrotechnik/S.Kunze )

„Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 konnten wir unsere wirtschaftlichen Ziele übertreffen“, beschreibt Susanne Kunschert, Geschäftsführende Gesellschafterin von Pilz, das Wachstum von 10,6 Prozent, was einem Umsatz von 338 Mio. Euro entspricht, anlässlich des Jahrespressegesprächs 2018 in Ostfildern. Das Wachstum wurde laut dem Unternehmen vor allem von den Produktbereichen Schaltgeräte, Steuerungen und Sensorik getragen. Erfreut zeigte sich Pilz über das kontinuierliche Wachstum in den Bereichen Sensorik und Dienstleistungen. „Das Segment Steuern und Antreiben bleibt mit knapp 70 Prozent der größte Umsatzträger“, erklärt Kunschert und fährt fort: „Wir können mit großer Dankbarkeit auf das letzte Geschäftsjahr zurückblicken. Neben dem Wachstum konnten wir die Zahl der Mitarbeiter erhöhen und haben mit dem Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am Stammsitz Ostfildern und einem Neubau für das Software-Entwicklungszentrum im irischen Cork in die Zukunft investiert.“ Zum Stichtag 31.12.2017 beschäftigte Pilz 2.346 Mitarbeiter in weltweit 40 Tochtergesellschaften. Die entspricht einem Wachstum von 8 Prozent gegenüber Vorjahr.

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Exportanteil steigt, Asien wächst

„Der Exportanteil ist bei Pilz mit 71,9 Prozent sehr hoch. Für das angestrebte Wachstum unserer Unternehmensgruppe ist die Entwicklung der internationalen Märkte von besonderer Bedeutung“, sagt Kunschert. Im Jahr 2017 konnte das Familienunternehmen den Export um 0,7 Prozentpunkte weiter ausbauen. Maßgeblichen Anteil am guten Ergebnis hatte vor allem die starke Nachfrage nach Pilz Produkten und Dienstleistungen auf dem asiatischen Markt. Asien war 2017 mit über 30 Prozent die am stärksten wachsende Region bei Pilz und zeigt für die Zukunft großes Potential, so das Unternehmen. Auch die klassischen Märkte und Segment verlieren bei Pilz nicht an Bedeutung: „Europa ist für Pilz mit Blick auf den Umsatz nach wie vor die größte Region. Knapp dreiviertel des Umsatzes erzielen wir hier“, kommentiert Kunschert.

Pilz will mit Robotik weiterwachsen

2018 wird Pilz sein Portfolio im Bereich Robotik erweitern: Pilz bietet neue Module für die Service Robotik im industriellen Bereich an. Das Angebot besteht zu Beginn aus einem mobilen Bedienmodul, einem Steuerungsmodul sowie einem Manipulatormodul, also einem selbst entwickelten Roboterarm. Pilz adressiert damit Pick & Place Anwendungen sowie modulare teilautomatisierte Klein-Roboterzellen. Die Pilz Service Robotik Module wird das Unternehmen im Juni auf der Fachmesse Automatica der Öffentlichkeit vorstellen. „Damit entwickeln wir uns weiter zum Technologieunternehmen, das komplette Lösungen jetzt auch für die sichere Robotik anbietet“, erklärt Thomas Pilz, Geschäftsführender Gesellschafter von Pilz. „Mit Hilfe der Module Roboterarm, Bedienpanel, Schaltschrank mit Steuerungen für die Bewegung und die Sicherheit sowie unserer Softwaremodule auf Basis von ROS versetzen wir Maschinenbauer in die Lage, ihren (Service-) Roboter zu bauen.“

Erneut investierte Pilz in 2017 rund 20 Prozent seines Umsatzes in Forschung & Entwicklung. Zudem baut das Unternehmen die ehemalige Produktion am Stammsitz Ostfildern in ein modernes F&E-Zentrum um und erweitert durch einen Neubau im irischen Cork die Software-Entwicklung. An beiden Standorten investiert Pilz jeweils rund 7 Mio. Euro.

2018 will Pilz an das erfolgreiche Jahr 2017 anknüpfen: „Wir wollen weiterwachsen. In das Geschäftsjahr 2018 sind wir gut gestartet. Mit Blick auf den aktuellen Auftragseingang liegen wir im Plan“, schließt Susanne Kunschert.

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