Suchen

ZVEI Positiver Start der Elektroexporte in die zweite Jahreshälfte

| Redakteur: Katharina Juschkat

Wie der ZVEI berichtet, sind die Exporte der deutschen Elektroindustrie sehr positiv in die zweite Jahreshälfte gestartet. Aber auch die Importe nach Deutschland nahmen kräftig zu. Die Zahlen im Überblick.

Firmen zum Thema

„Das Exportwachstum steht derzeit auf einem sehr breiten Fundament“, erklärt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.
„Das Exportwachstum steht derzeit auf einem sehr breiten Fundament“, erklärt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.
(Bild: ZVEI/Frederik Böttcher)

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie sind mit einem zweistelligen Plus in die zweite Jahreshälfte gestartet, das meldet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Im Juli übertrafen die Exporte mit einem Volumen von 15,7 Mrd. Euro ihr Vorjahresergebnis um 13,1 Prozent. In den gesamten ersten sieben Monaten dieses Jahres sind die Branchenausfuhren um 10,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 113,5 Mrd. Euro gestiegen.

Importe stiegen stärker als Exporte

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland nahmen im Juli laut dem ZVEI kräftiger zu als die Ausfuhren: Sie stiegen um 14,7 Prozent gegenüber Vorjahr auf 14,3 Mrd. Euro. Von Januar bis Juli erhöhten sie sich um 11,4 Prozent auf 103,3 Mrd. Euro. Die Exporte in das europäische Ausland stiegen im Juli um 13,4 Prozent auf 9,8 Mrd. Euro, in die Eurozone um 12,3 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro.

Bildergalerie

Überproportional konnten die Ausfuhren nach Russland (+54,2 %), Tschechien (+33,3 %) und Polen (+14,2 %) zulegen. Verhaltener fiel die Exporttätigkeit der deutschen Elektroindustrie mit der Türkei (+4,5 %) und Italien (+3,6 %) aus. „Dagegen waren die Branchenausfuhren nach Großbritannien im Juli dieses Jahres um 4,4 Prozent gegenüber Vorjahr auf 839 Millionen Euro rückläufig“, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Es war der erste Rückgang in diesem Jahr.“

Geschäfte mit Mexiko, Südkorea und China wachsen stark

Die Ausfuhren in Länder außerhalb Europas sind im Juli um 15,7 Prozent auf 5,9 Mrd. Euro gestiegen, berichtet der ZVEI weiter. Dabei zeigte sich ein sehr unterschiedliches Bild. So gab es im Geschäft mit Mexiko (+57,8 %), Südkorea (+28,2 %) und China (+23,6 %) kräftige zweistellige Zuwächse. Dagegen zeigten sie nach Indien (+2,2 %), Hongkong (+0,8 %) und Singapur (0 %) kaum Dynamik zeigten oder stagnierten. Nach Brasilien sackten die Ausfuhren im Juli sogar um 17,2 Prozent auf 107 Mio. Euro ab.

Im Zeitraum von Januar bis Juli erhöhten sich die Branchenausfuhren nach Europa um 11 Prozent auf 72,5 Mrd. und die in das nicht-europäische Ausland um 10,5 Prozent auf 41,0 Mrd. „Das Exportwachstum steht derzeit auf einem sehr breiten Fundament“, fasst Gontermann zusammen.

(ID:44920073)