Zmartpart

Potenzial des 3D-Drucks liegt noch brach

| Redakteur: Sariana Kunze

Eine Darstellung für die gelungene Symbiose aus verfahrensgerechter Konstruktion und additiver Fertigung ist der bionische Greifer.
Eine Darstellung für die gelungene Symbiose aus verfahrensgerechter Konstruktion und additiver Fertigung ist der bionische Greifer. (Festo)

Der 3D-Druck ist derzeit in aller Munde. Doch laut dem Unternehmen Zmartpart wird das Potenzial der additiven Fertigung von der deutschen Industrie noch kaum genutzt. Die brachliegenden Möglichkeiten des 3D-Drucks sind nach Zmartpart vielversprechend.

Entgegen der weitläufigen Meinung ist die additive Fertigung (3D-Durck) keine wirklich neue Technologie. Obwohl solche Fertigungssysteme seit über 20 Jahren entwickelt und gebaut werden, rückt dieses Thema erst seit kurzer Zeit in den Fokus des allgemeinen Interesses.

Die Schusswaffe aus dem 3D-Drucker

Dies liegt einerseits an einem US- Amerikaner, der eine Schusswaffe als 3D Datei zum Download anbietet und der Öffentlichkeit somit deren Herstellung mit Zuhilfenahme eines 3D-Druckers ermöglicht. Andererseits nähren die hartnäckigen Gerüchte, in naher Zukunft bereits einpflanzbare Organe, essbare Fertiggerichte oder funktionsfähige Elektrogeräte aus einem Drucker zu fertigen, das öffentliche Interesse.

Das bedeutendste Potenzial für die deutsche Industrie bleibt jedoch im Verborgenen. Es ist die additive Fertigung in Verbindung mit der damit verbundenen Produktenwicklungs-Revolution. Die bedeutendsten Möglichkeiten stecken nämlich in der entstehenden Konstruktionsfreiheit. Durch den technologischen Fortschritt im vergangenen Jahrzehnt hat sich das Additive Manufacturing klammheimlich zu einer wahrhaften Fertigungsalternative für viele Anwendungsbereiche, wie die Herstellung von Kleinserienteilen, entwickelt. Die Umsetzung dieses immensen Fortschrittspotenzials in tatsächliche Konkurrenzvorteile und Produktkonzepte bleibt bislang vorrangig mächtigen Industrieunternehmen aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie vorbehalten.

3D-Druck lediglich für Prototypenbau

In weiten Teilen der deutschen und internationalen Industrielandschaft hat sich bisher lediglich der Prototypenbau mit dem 3D-Druckverfahren als reizvolle Alternative zum bisherigen Prototypen- und Modellbau wirklich durchgesetzt. Die entstehenden Wertschöpfungspotenziale in der Produktentwicklung bleiben den deutschen Mittelstandsbetrieben bislang mangels Sachverstand weitestgehend verborgen. Das liegt nicht zuletzt am teilweise innovationsscheuen und erfolgsverwöhnten deutschen Maschinenbau.

Die brachliegenden Möglichkeiten sind erfolgversprechend: bionische Formgebung, Bauteile mit integrierten Funktionen, fertig herstellbare Baugruppen, große Gewichtsersparnis mit maximaler Kostenoptimierung, plötzlich rentable individuell angepasste Einzelteile und Kleinserien usw. Eine beeindruckende Darstellung für die gelungene Symbiose aus verfahrensgerechter Konstruktion und additiver Fertigung ist das Video des Fraunhofer Instituts zum deutschen Zukunftspreis 2010.

Schichtbautechnologie erfolgreich implementieren

An den dargelegten Potenzialen setzt das Geschäftsmodell von Zmartpart an. Das Ziel des Unternehmens ist den technischen Fortschritt der zukunftsträchtigen Schichtbautechnologie bei Industrieunternehmen durch Produktentwicklung erfolgreich zu implementieren.

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