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M12 Power-K-Kodierung Powerschnittstellen für leistungsstarke Antriebe miniaturisiert

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Im Bereich der Rundsteckverbinder ist der M12 der prominenteste Vertreter und lange bekannt als Schnittstelle für Daten und Signale. Um künftig auch eine Schnittstelle für energieintensive Applikationen zu bieten, hat Harting den M12 nun auch in der nach IEC 61076-2-111 genormten K-Kodierung entwickelt.

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M12 Power-K-Kodierung – vorn das Steckgesicht mit vier Power-Kontakten und PE, hinten der Isolierkörperstern für einen wirkungsvollen Schutz gegen Spannungsüberschlag.
M12 Power-K-Kodierung – vorn das Steckgesicht mit vier Power-Kontakten und PE, hinten der Isolierkörperstern für einen wirkungsvollen Schutz gegen Spannungsüberschlag.
(Bild: Harting)

Über vier Powerkontakte und einen PE können sicher 7 kW bei 630 V und 16 A übertragen werden

Platzsparende Spannungsversorgung von Antrieben

Die stetige Miniaturisierung betrifft neben Netzwerken auch immer mehr die platzsparende Spannungsversorgung von kompakten Antrieben. Der Schritt zur Entwicklung und Normung der K-Kodierung war also ein logischer und notwendiger Schritt. Kraftvolle Spannungsversorgungen im Bereich der Rundsteckverbinder wurden bisher über 7/8 Zoll Lösungen realisiert. Im Profinet-Bereich ist die M12 L-Kodierung mit 0,75 kW bei 63 V und 16 A ein gesetzter Standard.

Formfaktor M12 auch als Spannungsversorgung

Um nun den weit verbreiteten Formfaktor M12 für Gerätehersteller auch als Spannungsversorgung anbieten zu können, bietet Harting ab Frühjahr 2019 die K-Kodierung mit 7 kW bei 630 V und 16 A. So können Daten, Signale und Power zukünftig über eine einheitliche Größe übertragen werden. Das vereinfacht die Planung und die Fertigung von Gehäusen.

M12 K-Kodierung – für mehr Power im kleinen Format

Bei Leistungsdaten dieser Größenordnung in einem kompakten M12-Gehäuse musste besonderes Augenmerk auf Luft- und Kriechstrecken gelegt werden sowie auf ausreichenden Schutz der Anwender. Dies geschieht durch einen direkt am Gehäuse angebrachten PE Kontakt, der im Steckgesicht als Voreiler ausgelegt ist, um etwaige Spannungen abzuführen und im Zweifelsfall einen Überschlag auf das Gehäuse oder von Kontakten untereinander abzuleiten.

Isolierkörperstern schützt vor Spannungsüberschlag

Bedingt durch die hohen Spannungen musste die Leiterplattenbuchse kontaktseitig gegen Überschläge geschützt werden. Dazu sind alle Einlötpfosten gegenseitig durch einen Isolierkörperstern voneinander getrennt. Kabelseitig wird es die K-Kodierung als Crimpversion geben. Als Verriegelung wird hier die bekannte und M12 typische Verschraubung angeboten, aber auch die neue PushPull-Verriegelung, die schnell und mit einer akustischen Rückmeldung verriegelt.

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