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20 Jahre VIP-Kongress: 5 Fragen an Rahman Jamal Praxisnaher Austausch mit Blick in die Zukunft

| Redakteur: Ines Stotz

Zusammen mit rund 700 Gästen feierte National Instruments in diesem Jahr mit seinem Technologie- und Anwenderkongress „Virtuelle Instrumente in der Praxis – VIP 2015“ sein 20-jähriges Jubiläum. Einer, der den Kongress 1996 ins Leben gerufen hat, ist Rahman Jamal. Der Global Technology & Marketing Director bei NI erinnert sich.

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(Bild: National Instruments )

Herr Jamal, 20 Jahre gibt es den VIP-Kongress jetzt schon. Wie kam es überhaupt zu der Idee, einen solchen Kongress zu veranstalten?

Wir standen immer schon in gutem Kontakt zu unseren Anwendern. Für diesen Austausch fehlte jedoch ein regelmäßiges Format. In den USA etablierte sich die NI Week und außerhalb der USA die NI Days, allerdings mit hohem NI- und wenig Anwender-Content. Dieser Ansatz war mir nicht ausgeglichen genug. Außerdem fehlte mir aufgrund des "NI" im Veranstaltungsnamen die Neutralität. Ziel für mich war eine Plattform, die einen praxisnahen Austausch zwischen den Anwendern untereinander und mit uns als Hersteller ermöglicht. So haben wir den Kongress 1996 ins Leben gerufen und in Anspielung auf das LabVIEW-Konzept den Namen „VIP – Virtuelle Instrumente in der Praxis“ gegeben. Das Call-for-Papers für den ersten Kongress habe ich selbst erstellt und per Post an Anwender geschickt, die ich persönlich kannte – alles händisch, ohne Datenbank und ohne Mailings. So sind wir auf 37 Einreichungen für den Kongress gekommen, aus denen wir den ersten Begleitband erstellt haben – für rund 230 Kongressteilnehmer. Mittlerweile haben sich die Call-for-Papers-Einsendungen mehr als verdoppelt, so dass wir für die mehr als 600 erwarteten Besucher ein zukunftsweisendes Programm zusammenstellen können.

Hätten Sie damals an eine solch lange Erfolgsgeschichte geglaubt?

Na ja, die Zukunft kann man ja nicht vorhersehen. Aber so eine dunkle Vorahnung hatte ich in der Tat. Denn bereits nach dem zugegebenermaßen etwas hemdsärmelig organisierten ersten Kongress waren die Rückmeldungen so positiv, dass sich das schon so abgezeichnet hat – die Anwender fanden eine solche Plattform einfach sehr nützlich. Die erste Veranstaltung war ja quasi eine Art Prototyp. Und genau wie bei einem Produkt zeigt schon der Prototyp, wie das Produkt im Markt angenommen wird. Ist er vielversprechend, kann man erahnen, dass das fertige Produkt ebenfalls erfolgreich sein wird. Daher war uns bereits nach dem ersten Feedback klar, dass der Kongress erst recht positiv angenommen wird, wenn man ihn richtig professionell aufzieht, mit hochkarätigen Vorträgen, Netzwerkmöglichkeiten, Technologie-Keynotes, professionellem Tagungsband usw.

Was macht den Kongress aus Ihrer Sicht so erfolgreich?

Kreative Ideen und Innovationen entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern brauchen neben anderen - gesellschaftlichen, politischen und kulturellen - Faktoren vor allem eine geeignete Plattform zum Wissensaustausch. Eine Plattform, in der neue Konzepte, Anregungen und wegweisende Lösungsansätze interdisziplinär weitergegeben werden können. Der Technologie- und Anwenderkongress „Virtuelle Instrumente in der Praxis“ ist genau solch eine Plattform.

Ihr Erfolg entsteht einfach durch den geeigneten Mix aus Anwendervorträgen, Produktankündigungen, einer Austauschplattform für Anwender und nicht zuletzt zukunftsweisenden Technologie-Keynotes. Wobei es hier um mehr als nur um Hype-Themen geht – in unseren Keynotes werden Technologietrends immer im Zusammenhang mit praktischen Fallbeispielen betrachtet. Wie der Name des Kongresses schon andeutet, geht es hier eben um die Praxis.

Ein weiterer ausschlagender Faktor ist aber auch das Team von NI. Ohne die Kundennähe unserer Mitarbeiter wäre der Kongress bei weitem nicht so erfolgreich.

Wie hat sich der Kongress über den Lauf der Jahre verändert bzw. entwickelt?

Durch Anwenderfeedback und auch aus Aktualitätsgründen sind mittlerweile neue Themen hinzugekommen. Wie der Name „Virtuelle Instrumente in der Praxis“ anmutet, lag hier ursprünglich der Fokus auf der Messtechnik. Aber im Laufe der Jahre ist die Veranstaltung weit über diese Thematik hinausgewachsen und deckt inzwischen Embedded-Steuer- und Regelungstechnik ebenso ab wie das Internet der Dinge und Industrie 4.0.

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