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Feldkommunikation Profinet und CC-Link erweiteren Zusammenarbeit für offene Netzwerklandschaft

| Redakteur: Sariana Kunze

Profibus & Profinet International (PI) und die CC-Link Partner Association (CLPA) arbeiten in der Kompatibilitäts-Entwicklung ihrer offenen industriellen Ethernet-Protokolle Profinet bzw. CC-Link IE zusammen. Anlagen und Maschinen können mit CC-Link-IE- und Profinet-Anbindung in der Lage sein, nahtlos miteinander zu kommunizieren während einzelne Geräte zu beiden Standards kompatibel sind.

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Fumihiko Kimura, Chairman der CLPA, und Krasten Schneider, Chairman von PI, gaben die erweiterte Zusammenarbeit von Profibus & Profinet International (PI) und CC-Link Partner Association (CLPA) bekannt.
Fumihiko Kimura, Chairman der CLPA, und Krasten Schneider, Chairman von PI, gaben die erweiterte Zusammenarbeit von Profibus & Profinet International (PI) und CC-Link Partner Association (CLPA) bekannt.
(Bild: dmaeuropa)

CC-Link IE und CC-Link sind die dominierenden offenen Automatisierungsnetzwerke in Asien, während Profinet in Europa bevorzugt wird. Diese offenen Netzwerke ermöglichen Geräten und Systemen von verschiedenen Herstellern den ungehinderten Austausch von Daten im jeweiligen Netzwerk. So sind Anwender bei der Steuerungstechnik nicht an einen bestimmten Anbieter oder eine kleine Gruppe von Herstellern gebunden. Die Kompatibilität von CC-Link IE und Profinet bedeutet einen großen Schritt in die richtige Richtung für offene Standards. Seit rund sechs Monaten arbeiten die beiden Organisationen an dieser Initiative.

Bisherige Fortschritte der Initiative:

Insgesamt herrscht in der industriellen Automatisierung ein Trend zur Öffnung – Voraussetzung für Konzepte wie Industrie 4.0 und das industrielle ‚Internet der Dinge‘ (IIoT), die beide die Erfassung und Verarbeitung großer Mengen an Produktionsdaten in nahezu Echtzeit voraussetzen, um Effizienzsteigerungen im Betrieb herbeizuführen.

„Hierfür ist die unkomplizierte Integration von Netzwerken wie CC-Link IE und Profinet in transparente Netzwerkinfrastrukturen unabdingbar“, sagt Fumihiko Kimura, Chairman der CLPA. Die beiden Organisationen haben eine technische Arbeitsgruppe eingerichtet, die bereits mehrere Male zusammengekommen ist und Konzepte und Pläne für die Angleichung und Kompatibilität der CLPA- und PI-Technologien ausgearbeitet hat. Der angestrebte Zeitpunkt für einen ersten Rahmenstandard ist Ende 2016.

Profinet und CC-Link-IE sollen einfacher werden

Hierzu Karsten Schneider, Chairman von PI: „Durch diese Zusammenarbeit werden beide Technologien einfacher zu installieren und anzuwenden. Sie werden hierdurch auch international an Attraktivität gewinnen, zunächst jeweils in Europa und Asien, dann aber auch auf dem amerikanischen Kontinent und im Rest der Welt. In nicht allzu ferner Zukunft werden Anlagen und Maschinen freier miteinander kommunizieren, ohne dass Hersteller und Endanwender für die Integration von CC-Link-IE- und Profinet-Netzwerken großen zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand für technische Anpassungen treiben müssen.“ Die Mitglieder der jeweiligen Organisation können die CC-Link-IE- bzw. Profinet-Technologie kostenlos nutzen. Die zukünftige Schnittstellentechnologie wird den Mitgliedern beider Organisationen zur Verfügung gestellt.

„Damit sie IIoT-, Industrie-4.0- oder e-F@ctory-Systeme aufbauen kann, braucht die Industrie einfache und flexible Lösungen“, erläutert Naomi Nakamura, Global Director der CLPA. „Durch unsere Zusammenarbeit mit PI profitieren die Anwender von der großen Auswahl an Geräten, die von den Mitgliedern beider Organisationen angeboten werden.“

John Browett, General Manager der CLPA Europe, fasst zusammen: „Diese Initiative wird unseren Mitgliedern neue Geschäftschancen eröffnen, unabhängig davon, ob sie selbst international agieren oder nur Zulieferer sind. Interkontinentaler Handel ist gut für die internationale Wirtschaft, und die offene und transparente Vernetzung von Maschineneinrichtungen ist in diesem Zusammenhang einer der Schlüsselfaktoren.“

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