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ZVEI Prozessautomation rechnet mit sieben Prozent Wachstum

| Redakteur: Sariana Kunze

Erfreuliche Prognose für die Prozessautomatisierer: Der ZVEI rechnet für 2014 mit einem Wachstum von sechs bis sieben Prozent bei den weltweiten Auftragseingängen. Und für 2015?

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Hans-Georg Kumpfmüller, ZVEI-Fachbereichsvorsitzender Messtechnik & Prozessautomatisierung und CEO der Business Unit Sensors und Communication bei Siemens: „Zurzeit schlagen sich Instrumentierung und Analytik besser als das Systemgeschäft.“
Hans-Georg Kumpfmüller, ZVEI-Fachbereichsvorsitzender Messtechnik & Prozessautomatisierung und CEO der Business Unit Sensors und Communication bei Siemens: „Zurzeit schlagen sich Instrumentierung und Analytik besser als das Systemgeschäft.“
(Bild: Siemens )

Für das kommende Jahr erwarten die Mitgliedsunternehmen des Fachbereichs Messtechnik & Prozessautomatisierung das sechste Wachstumsjahr in Folge mit einem Plus der globalen Auftragseingänge von etwa fünf Prozent. Laut Hans-Georg Kumpfmüller, ZVEI-Fachbereichsvorsitzender Messtechnik & Prozessautomatisierung und CEO der Business Unit Sensors und Communication bei Siemens, schlagen sich Instrumentierung und Analytik zurzeit besser als das Systemgeschäft.

Das weltweite Wachstum in der Prozessautomation kommt vor allem von den Branchen Öl und Gas, Nahrungs- und Genussmittel sowie aus dem Pharmasektor. Chemieindustrie, Wasser/Abwasser und der Anlagenbau liegen im mittleren Wachstumsbereich. Weniger gut laufen die Geschäfte mit der Papier- und Zellstoffindustrie, der Zementindustrie sowie der Hüttenindustrie.

Insbesondere die zweistellig gewachsenen Umsätze in Nordamerika treiben die Entwicklung, unterstützt durch den dortigen Schiefergasboom. Weitere Regionen mit Wachstum im hohen einstelligen Bereich sind China und Indien. Deutschland kann ein Wachstum im mittleren, Gesamteuropa im geringen einstelligen Bereich aufweisen.

Zu einer wichtigen Region für die Prozessautomation wird Afrika, insbesondere die öl- und rohstoffreichen Länder in West- und Zentralafrika sowie dem südlichen Afrika. Das Land Südafrika zeigt sich momentan schwach. Eine problembehaftete Region ist Südamerika mit unsicheren Zahlungsströmen in einigen Ländern und besonders starken Auftragseingangs-Rückgängen in Brasilien.

„Das Russlandgeschäft läuft trotz der Krise zurzeit noch recht gut mit Wachstumsraten im hohen einstelligen Bereich. Allerdings bereitet hier der Ausblick vielen Unternehmern Sorgen“, so Kumpfmüller. Im Jahr 2013 hat die Branche in Deutschland einen Umsatz von 19 Mrd. Euro erwirtschaftet.

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