3D-Druck PTC und Stratasys optimieren das Konstruieren für die additive Fertigung

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

PTC und Stratasys arbeiten künftig zusammen, um einen nahtlosen Arbeitsprozess zwischen der Konstruktionssoftware PTC Creo und den 3D-Drucklösungen von Stratasys zu schaffen. Die gemeinsame Vision der beiden Unternehmen ist es, Mitarbeitern aus Konstruktion und Fertigung einen einfacheren Zugang zur additiven Fertigung zu ermöglichen.

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Alle drei Modelle des Fahrradsattels können in einem Arbeitsschritt mit Cyan, Magenta und Gelb gedruckt werden.
Alle drei Modelle des Fahrradsattels können in einem Arbeitsschritt mit Cyan, Magenta und Gelb gedruckt werden.
(Bild: Stratasys)

Um Teile für den 3D-Druck zu konstruieren, zu optimieren und zu validieren sind aktuell neben der 3D-CAD-Software meist noch verschiedene andere Werkzeuge im Einsatz. Das kann sich als mühsamer, ineffizienter und manchmal unterbrochener Prozess erweisen, der eine präzise Entwicklung des finalen Produktes erschweren kann. Zusätzliche Aufwände sind dabei unvermeidbar.

Nahtloser Prozess bis zum 3D-Druck

Das Ziel der integrierten Lösung der beiden Unternehmen ist es, das Konstruieren für die additive Fertigung zu optimieren. Darunter wird die Fähigkeit verstanden, Produkte nahtlos für den additiven Fertigungsprozess zu entwickeln, zu optimieren, zu überprüfen und schließlich herzustellen. Die beiden Unternehmen haben bereits erste Schritte zur Verwirklichung dieser Vision gesetzt. In PTC Creo 3.0, das schon auf dem Markt ist, steht ein nahtloser Workflow von der Konstruktion bis zum 3D-Druck zur Verfügung.

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Dieser integrierte Workflow optimiert die Nutzung von 3D-Druckern:

  • die Anwender können ihre Spezifikation gezielt auf den 3D-Druck ausrichten und
  • die Dateien entsprechend vorbereiten.
  • Die Druckoptimierung sowie die Druckausführung sind direkt in der PTC-Creo-Umgebung für die Stratasys-3D-Drucklösungen konzipiert.

Aktuell verfügbar für Multimaterial-3D-Drucker

Der erste 3D-Drucker, der die Vorteile der gemeinsamen Lösung voll ausschöpft, ist das Stratasys-System Objet500 Connex3 Multi-color, Multi-material 3D Production, das 3D-gedruckte Teile in verschiedenen Farb- und Materialkombinationen ermöglicht. Die Integration mit weiteren Stratasys-3D-Drucklösungen ist für zukünftige Versionen vorgesehen.

„Dank unserer übereinstimmenden Vision für die Zukunft der additiven Fertigung hat sich eine Beziehung herauskristallisiert, von der unsere gemeinsamen Kunden schon heute profitieren“, sagt Mike Campbell, Executive Vice President, CAD, bei PTC. „Die Bedeutung der additiven Fertigung wird weiter zunehmen und auch unsere Integration sowie die dazugehörigen Produktfunktionen werden laufend verbessert. Daher bin ich gespannt, welchen Einfluss unsere Zusammenarbeit auf die neuen Entwicklungen der Zukunft in allen Branchen haben wird.“

Additive Fertigung soll weitere Branchen erreichen

PTC und Stratasys wollen die Durchdringung der additiven Fertigung in zahlreichen Branchen wie Automotive, Unterhaltungs- und Haushaltselektronik bis hin zu Luftfahrt- und Verteidigungstechnik weiter vorantreiben, von der Konstrukteure, Ingenieure und Produzenten bei der Herstellung von Prototypen, Fertigungswerkzeugen und Endprodukten erheblich profitieren.

„Es gehört zu den primären Zielen der strategischen Vision von Stratasys, die Barrieren in der Konstruktion für den 3D-Druck zu senken und die ungeheuren Potenziale der additiven Fertigung greifbar zu machen“, sagt Dan Yalon, als Executive Vice President bei Stratasys für Business Development, Marketing & Vertical Solutions verantwortlich. „Durch die Kooperation von PTC und Stratasys bieten wir unseren Kunden einen signifikanten Mehrwert, indem wir ihnen mithilfe praktischer, einfach nutzbarer Tools für die Konstruktion und die Fertigung mittels 3D-Druck die Vorteile der additiven Fertigung leichter zugänglich machen.“ (mz)

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