Standard für Embedded-Module

Qseven, COM Express oder ETX – wer gewinnt?

17.02.2009 | Autor / Redakteur: Wolfgang Eisenbarth* /

Qseven hat als neuer Standard für Embedded-Module alle Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Einer der Auslöser dieser Spezifikation war Intels Atom-CPU, die die Realisierung einer kompakten und Strom sparenden Plattform erlaubt. Für den Erfolg des offenen Qseven-Standards sorgt ein Konsortium, dem derzeit 18 Plattformhersteller/-anbieter angehören. Wie wird sich Qseven neben ETX und COM Express etablieren?

Nachdem zur electronica 2008 die ersten Computer-on-Module (COMs) im kompakten Formfaktor 70 mm × 70 mm vorgestellt wurden, explodierte bei den Embedded-Anbietern die Nachfrage nach diesen Produkten. Die Plattformen entsprechen dem offenen Qseven-Standard und sind untereinander austauschbar. Neben der Kompaktheit bieten sie eine geringe Verlustleistung, die dank neuer Prozessortechnik erreicht wird.

Doch wird sich überhaupt ein neuer Standard für Embedded-Module durchsetzen? Reichen die im Markt bewährten COM-Express-, ETX- und proprietären Lösungen nicht für alle Anwendungen aus? Wird Qseven die „alten“ Standards ersetzen? Ein treibender Faktor für die Definition der neuen Qseven-Spezifikation war die von Intel vorgestellte Atom-Prozessorfamilie und der dazu gehörende Chipsatz, die beide in 45-nm-Technologie gefertigt werden.

Die CPU ist im Small-Form-Factor-Gehäuse mit 22 mm × 22 mm untergebracht. Der geringe Platzbedarf der 2-Chiplösung erlaubt auch die Realisierung kompakter Embedded-COMs. Die Qseven-Baugruppe weist eine Fläche von 4900 mm² auf, während die PICMG-COM-Express-Plattform mit 125 mm × 95 mm = 12.000 mm² mehr als doppelt so viel Platz auf dem Baseboard beansprucht. Die durchschnittliche Verlustleistung liegt bei COM-Express-CPUs bei etwa 30 W, aktuelle Qseven-Module konzentrieren sich auf Lösungen weit unter 10 W.

Kompakte Abmessungen und Strom sparende Technik

Die Spezifikation selbst sieht bis zu 12 W vor, was sich in Einsparungen bei der On-Board-Versorgung niederschlägt. Dank dieser kompakten Abmessungen und einer Strom sparenden Prozessortechnik ist die Plattform für lüfterlose oder mobile, batteriebetriebene Systeme ideal geeignet. Der offene Qseven-Standard bietet Lösungen für Systeme mit x86-Prozessoren im unteren Preissegment. Die meisten Anwendungen im Low-End-Bereich benötigen nur eine kleine Auswahl an Schnittstellen.

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