Künstliche Intelligenz

Rätselraten: Vom Kakadu zum intelligenten Roboter

| Redakteur: Sariana Kunze

Roboter „Bottom-3“ im Robotics and Biology Laboratory der TU Berlin bringt den Wissenschaftlern das Verständnis über künstliche Intelligenz näher.
Roboter „Bottom-3“ im Robotics and Biology Laboratory der TU Berlin bringt den Wissenschaftlern das Verständnis über künstliche Intelligenz näher. (Bild: TU Berlin/PR/Philipp Arnoldt)

Im „Robotics and Biology Laboratory“ der TU Berlin, das zum Fachgebiet Robotics von Prof. Dr. Oliver Brock in der Fakultät Elektrotechnik und Informatik gehört, löst der Roboter „Bottom-3“ ihm gestellte Rätsel. Die TU-Wissenschaftler wollen hiermit künstliche Intelligenz und somit intelligente Maschinen erforschen.

Nicht nur die Intelligenz von Mensch und Tier wird in Laboren untersucht und auf die Probe gestellt. Auch die künstliche Intelligenz stellen Forscher auf die Probe. Häufig in Form eines Roboters müssen die intelligenten Maschinen zeigen, was in ihnen steckt. Doch noch die eigentliche Frage, was Intelligenz eigentlich ist, ungeklärt. Ist sie eine Domäne des Menschen? Lange hielt man Intelligenz, insbesondere das autonome Lösen von Problemen und die Lernfähigkeit für ur-menschlich. Doch heute sind Tiere bekannt, die Intelligenzleistungen wie die Benutzung von Werkzeugen erbringen, der Schach spielende Computer wurde entwickelt, der auf seinem Gebiet mittlerweile mehr kann als der Mensch.

Mit künstlicher Intelligenz verstehen lernen

„Bottom-3“ steht vor einem Rätsel. Er sieht Griffe, Riegel, Klappen und Schübe. Er „weiß“ noch nicht, dass die interessanteste Klappe sich nur öffnet, wenn er die Riegel und Schübe in einer bestimmten Reihenfolge betätigt; das soll er durch „Physical Exploration“ entdecken. Der Roboter „Bottom-3“ macht sich an des Rätsels Lösung: Der Roboter setzt sich auf seinen Rollen in Bewegung. Die Wissenschaftler verfolgen auf dem Bildschirm, was er mit seinen Kamera-Augen sieht: Er wählt einen vielversprechenden Griff aus, fixiert ihn, streckt die blaue, weiche Silikonhand aus, schließt die Finger um den Griff, dreht ihn – und setzt den Öffnungsmechanismus am hölzernen Puzzle in Gang. „Ein intelligenter Kakadu warf die eigentliche Ausgangsfrage für dieses Projekt auf“, erklärt Oliver Brock, der vor fünf Jahren mit einer Alexander von Humboldt-Professur zur Erforschung von künstlicher Intelligenz für autonome Roboter aus den USA an die TU Berlin wechselte. Sein Fachgebiet Robotics ist eines im Reigen der Disziplinen rund um die Intelligenzforschung. Durch den Fokus auf Roboter wirft es aber gleichzeitig einen multidisziplinären Blick auf die Frage der Intelligenz.

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Roboter löst Puzzle autonom und mit Interaktion

„Verhaltensbiologen wollten die kognitiven Fähigkeiten eines Kakadus verstehen und gaben ihm ein Rätsel auf: ein mechanisches Puzzle, das ihm, wenn er es löste, Zugang zu Futter gewährte. Die meisten Kakadus haben es geschafft, nur wie? Die Kollegen fragten uns, ob wir einen Roboter entwickeln können, der das Puzzle ebenfalls autonom und durch Interaktionen lösen kann – um vielleicht auf diese Weise mehr über die Intelligenz von Lebewesen zu erfahren.“ Das ist der Kern des DFG-geförderten Projekts „Physical Exploration Challenge“.

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