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Fallstudie Rechenprogramm verbessert die Verbrauchswerte

| Redakteur: Carina Schipper

Die Hochschule Esslingen und die Siemens-Division Building Technologies arbeiten bei Forschungsprojekten und der praktischen Lehre eng zusammen. Seit dem vergangenen Wintersemester wenden die Studierenden die Software Energy Efficiency Calculation Tool (EEC-Tool) von Siemens an. Damit lassen sich Vorlesungsinhalte praxisnah erproben.

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Die Studierenden des Bachelor-Studiengangs Gebäude-, Energie- undUmwelttechnik nutzen in der Vorlesung Heizungstechnik die Software EnergyEfficiency Calculation Tool von Siemens.
Die Studierenden des Bachelor-Studiengangs Gebäude-, Energie- undUmwelttechnik nutzen in der Vorlesung Heizungstechnik die Software EnergyEfficiency Calculation Tool von Siemens.
(Bild: Hochschule Esslingen)

Mit dem Tool simulieren die Teilnehmer der Vorlesung Heizungstechnik Einsparpotenziale für gewerbliche Neu- und Bestandsgebäude und berechnet diese. So schafft die Hochschule die Möglichkeit Theorie und Praxis zu verbinden. „Mir ist es wichtig, meine Vorlesungen auch praxisnah zu gestalten. Mit dem EEC-Tool können die Studierenden den Einfluss von Gebäudeautomation auf den Energiebedarf und das Raumklima verdeutlichen. Dabei lernen sie schon während ihres Studiums eine Software kennen, die in der täglichen Praxis eines Fachplaners für Gebäudetechnik genutzt wird“, erklärt Prof. Dr. Markus Tritschler von der Fakultät Gebäude/Energie/Umwelt. „Das Tool ist leicht anzuwenden, liefert schnelle Ergebnisse, eine umfassende Dokumentation der berechneten Verbräuche und bietet eine gute Unterstützung zu den theoretischen Vorlesungsinhalten.“ Nach den Erfahrungen im abgeschlossenen Semester erhielt Tritschler positive Rückmeldungen von seinen Studenten. Jetzt plant der Professor das EEC-Tool auch für andere Vorlesungen im Bereich der Regelungstechnik, den Grundlagen der Heizungs- und Lüftungstechnik und der Gebäudeautomation einzusetzen.

Die Software entwirft ein virtuelles Gebäude

Das EEC-Tool fingiert den Energieverbrauch gewerblich genutzter Gebäude. Dazu erfasst das Programm alle wichtigen Gebäudedaten. Daraus baut es ein vereinfachtes Gebäudemodell auf – inklusive der installierten oder geplanten Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen und internen Lasten. Anschließend lassen sich die Modelle anhand der Gebäudekonstruktion, der technischen Gebäudeausrüstung und -nutzung, der geografischen Lage des Gebäudes und der Wetterdaten entwerfen. Das EEC-Tool veranschaulicht, wie sich mit einer intelligenten und bedarfsgeführten Gebäudeautomation beispielsweise bis zu 30 % Energie einsparen lassen. Es unterstützt sowohl bei der Planung eines energieeffizienten gewerblich genutzten Gebäudes als auch bei der Planung der energetischen Sanierung eines Bestandgebäudes.

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