Beim Vernetzen von Maschinen stellen sich neue Herausforderungen. Das Scada-System Simatic WinCC Open Architecture meistert gemeinsam mit der Kommunikationsbibliothek Accon-AGLink solche Kundenanfragen.
Simatic WinCC Open Architecture ist weltweit eines der erfolgreichsten Scada-Systeme, die Kommunikationsbibliothek Accon-AGLink von Delta Logic sorgt für den reibungslosen Datenaustausch.
(Bild: panuwat - stock.adobe.com)
Simatic WinCC Open Architecture ist weltweit eines der erfolgreichsten Scada-Systeme. Ein Grund dafür ist das offene Konzept, das es erlaubt, die unterschiedlichsten Komponenten einzubinden. So bietet es von der Automatisierungsebene bis zur Betriebsführungs- und Managementebene exakt zugeschnittene Lösungen. Einmal entwickelt, ist eine weitere Adaptierung einfach und eine individuelle Anpassung an Kundenwünsche rasch möglich. Diese Offenheit nutzt die multiplattformfähige Kommunikationsbibliothek Accon-AGLink des Schwäbisch Gmünder Softwarehauses Delta Logic. Die Bibliothek entstand bereits im Jahr 1993, das gleichzeitig das Gründungsjahr der schwäbischen Softwareschmiede war. Im Jahre 2003 trugen Anwender wiederholt Anforderungen an das Unternehmen heran, um die beiden Betriebssysteme Windows und Linux mit einer API zu unterstützen. Mit WinCC OA fanden die Softwarespezialisten dafür eine Lösung. Kurz darauf implementierten sie weitere Funktionen für die von der SPS-Seite initiierten Kommunikationsaufträge (Bsend, Breceive).
Bibliothek ersetzte diverse Systeme
Bereits im darauffolgenden Jahr ersetzte die neu geschaffene Bibliothek für Simatic WinCC Open Architecture die vielen verschiedenen Kommunikationsbibliotheken, die für die unterschiedlichen Kommunikationswege und Betriebssysteme mit jeweils anderen Softwareprogrammierschnittstellen bisher verwendet wurden. Für das Schaffen einer derart vielseitigen Single-Source-Applikation bedeutete dies einen erheblichen Entwicklungs-, Pflege und Wartungsaufwand. Denn das Gesamtsystem war immer von der fehlerfreien Funktion der Einzelkomponenten abhängig. Dazu kam, dass die verschiedenen Hersteller der Kommunikationsbibliotheken verschiedene Release-Zyklen für ihr Produkt hatten. Diese dann in den Zyklus des Gesamtsystems zu integrieren, war ein erheblicher Aufwand.
Bildergalerie
Für die Bibliothek von Delta Logic sprach vor allem die Anbindung an bewährte Siemens-Steuerungen. Kommuniziert werden kann mit S7-200/300/400 und Sinumerik bis hin zu S7-1200 und S7-1500, immer auch mit Zugriff auf die optimierten Datenbausteine. Als Kommunikationswege werden von seriellen Adaptern für PPI/MPI/PB über Raw Ethernet für H1 über diverse MPI- beziehungsweise Profibus-Karten und -Adapter bis hin zu TCP/IP sowohl ältere als auch neuere Standards unterstützt – dies ermöglicht eine Nachrüstung und Kommunikation in verschiedenen Generationen von Maschinen oder Anlagen ohne sofortige größere Hardware-Nachrüstungen. Neben den zahlreichen Kommunikationswegen können Anwender auch eine große Bandbreite von Programmiersprachen (C++, C#, VB.net, VBA, Delphi, Java, …) und Compilern (Microsoft Visual Studio, GCC, Embarcadero, Eclipse, …) nutzen. Mittels einer einheitlichen Softwareprogrammierschnittstelle (API) lässt sich auf diese Steuerungen von vielen Betriebssystemen zugreifen. Das Schwäbisch Gmünder Softwarehaus bietet damit eine optimale Basis für die Digitalisierung bestehender Anlagen.
Nachrüsten alter Steuerungen
Trotz der vielen Schnittstellen, Kommunikationsprotokollen und Programmiersprachen tauchen im Zuge von Industrie 4.0 und IoT immer wieder neue Herausforderungen auf. Diese konnte Simatic WinCC Open Architecture unter Mithilfe der Kommunikationsbibliothek Accon-AGLink zur vollsten Zufriedenheit der Kunden meistern. Dies zeigte sich auch bei einer Kundenanwendung, bei der es um die Digitalisierung älterer Maschinen und Anlagen mit alten Steuerungen ging. Hier ließ sich die Anforderung nach einer möglichst minimalinvasiven Softwareänderung zur Integration des paketbasierten existierenden Protokolls (Raw Ethernet ohne TCP/IP) mithilfe der Accon-AGLink Bibliothek perfekt lösen: Die Softwareschnittstelle blieb praktisch gleich, die Spezialisten mussten nur die Konfiguration an die neue Hardware anpassen und im Setup die neu benötigten Treiber integrieren. Dies bedeutet insgesamt eine schnellere Verfügbarkeit des Produkts, und die Kunden können ihrerseits somit schneller ihre Integration der Altanlagen vorantreiben.
Bei einer weiteren Anforderung ging es um die sichere Kommunikation mit Raspberry Pi. Längst hat der Einplatinenrechner auch im professionellen Umfeld Fuß gefasst. Die Schwaben haben dafür ihre Kommunikationsbibliothek auf das Betriebssystem des Raspberry Pi portiert, sodass sich dieselbe API und somit derselbe Quellcode für die Kommunikationsanbindung und sogar dieselbe Konfiguration wie bisher verwenden ließ.
Enge Zusammenarbeit
Seit Anfang der Partnerschaft arbeiten die Entwicklungsabteilungen von WinCC OA und Delta Logic bei der Integration von neuen Anforderungen sehr eng zusammen, um die erforderliche Lösung schnellstmöglich auf den Markt zu bringen. Dafür stellt die Siemens-Tochter ETM dem Partner Delta Logic bei Bedarf die benötigte Test-Hard- oder -Software zur Verfügung. Die Schwaben entwickeln ihre Kommunikationsbibliothek ständig weiter. Als nächstes steht die erweiterte Integration von Sinumerik-Werkzeugmaschinensteuerungen auf dem Entwicklungsplan. Eine Aufgabe, mit der sich das mittelständische Unternehmen aus Baden-Württemberg ganz bestimmt weitere Auszeichnungen verdienen wird. (aru)
Stand: 08.12.2025
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