Maxon Motor

Reise zur dritten Erde

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Das kommt Ihnen entgegen, denn Sie verkaufen dann Ihre Motoren im Onlineshop?

Das ist ein zusätzlicher Verkaufskanal. In der Vergangenheit ist der Vertriebsingenieur 100 km gefahren und hat Umsätze von 100 Franken mitgebracht. Diese Aufträge können wir jetzt im Netz abwickeln.

Losgröße 1 dank Webshop?

Der Webshop ist vor allem auch eine Informationsplattform. Der Benutzer kann heute nicht nur seinen Antriebsmotor konfigurieren, sondern erhält gleich die notwendigen Konstruktionsdaten kostenlos (online) bereitgestellt. Nach elf Tagen verlassen die Antriebe unsere Fabrik in Sachseln.

Und die Losgröße 1?

Der Webshop entlastet uns und wir können uns auf Spezialaufträge konzentrieren. Deshalb ist die Plattform auch eine Antwort auf die Variantenvielfalt.

In Deutschland wollen die Unternehmen der Variantenvielfalt mit Industrie 4.0, mehr Automatisierung, Robotern und Vernetzung begegnen.

Dort wo es Sinn macht, ja. Unsere neue konfigurierbare DCX-Plattform geht auch in diese Richtung.

Und der 3D-Drucker?

Wir arbeiten damit. Ich kann mir vorstellen, dass Kunden künftig die Fertigungsdaten eines Motors bekommen und diesen dann selber bei Bedarf ausdrucken und einbauen. Somit lassen sich die Ideen der Kunden sofort in die Realität umsetzen und in den Prototypen und Modellen prüfen.

Dann haben Sie auch das Problem der Rohstoffe nicht mehr.

Das Problem mit Metallen der Seltenern Erden lösen wir mit den 3D Druckern kaum (schmunzelt). Selbst im Wallis in der Südwestschweiz haben wir mittlerweile kleinste Vorkommen entdeckt. Ob wir die abbauen, entscheidet der Markt. Aber wir suchen nach Alternativen, wollen Seltene Erden ersetzen und forcieren Recycling-Projekte. Auch Magnete wollen wir wiederverwerten.

Vielleicht findet die Menschheit ja auch auf dem Mars die Lösung. Vielen Dank für das Gespräch.

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