DIN EN ISO 50001 Revision der Energiemanagement-Norm ISO 50001 beachten
Ab heute beginnt die Übergangsfrist der Revision DIN EN ISO 50001:2018. Unternehmen, die sich jetzt nach der Energiemanagement-Norm zertifizieren lassen wollen, müssen Änderungen berücksichtigen. Bis 2021 verliert die alte Norm ihre Gültigkeit.
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Für Unternehmen heutzutage ist das Thema Energiesparen aktuell wie nie. Sei es aufgrund von Kosteneinsparungen, einer Teilbefreiung von besonders energieintensiven Unternehmen von der EEG-Umlage oder als Entlastung produzierender Gewerbe von der Strom- und Energiesteuer. Wer von diesen steuerlichen Vorteilen profitieren will, benötigt als Voraussetzung eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 – die gilt ab heute aber nur noch nach der Revision 2018.
Ab 2021 verlieren Zertifikate der alten Norm ihre Gültigkeit
Ab dem 21. Februar 2020 dürfen Zertifizierungsstellen nur noch Audits nach der Revision ISO 50001:2018 durchführen. Bis zum 20. August 2021, drei Jahre nach Inkrafttreten der Revision von 2018, müssen Unternehmen ihr Energiemanagementsystem auf die neue Norm ISO 50001:2018 umgestellt haben – Zertifikate nach der alten Norm verlieren ihre Gültigkeit. Der Umstieg auf die neue Revision erfolgt in der Regel im Rahmen eines Wiederholungsaudits oder eines planmäßigen Überwachungsaudits.
Was die Revision der ISO 50001:2018 bedeutet
Die Revision der ISO 50001 umfasst wesentliche Änderungen:
- Wie auch in den aktualisierten Normen ISO 9001 und 140001 wurde eine High Level Structure eingeführt.
- Außerdem müssen auch in der ISO 50001 nun der Kontext der Organisation für den Aufbau des EnMS beachtet und die Chancen und Risiken ausgearbeitet werden.
- Planungsanforderungen für die Sammlung von Energiedaten sind gestiegen, Unternehmen müssen jetzt mit einem Managementsystem objektiv belegen, dass sich die energiebezogenen Leistungen tatsächlich verbessert haben. Nachgewiesen wird das durch einen Vergleich von Energiedaten zwischen Bezugszeitraum und Berichtszeitraum.
Energiemanagement verbessern
Ein systematisches Energiemanagement erfasst zunächst alle Energieflüsse in einem Unternehmen und bewertet die Energieeffizienz der Anlagen und Prozesse. Auf dieser Basis werden technische Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und strategische beziehungsweise organisatorische Managementansätze geplant und umgesetzt, um systematisch und langfristig den Energieverbrauch zu optimieren.
Damit Zertifizierungen auf dieser neuen Basis zuverlässig und fachgerecht erbracht werden können, müssen auch die Zertifizierer neue Kenntnisse erwerben. Für Unternehmen, die von der ISO 50001:2011 auf die ISO 50001:2018 umsteigen, bietet beispielsweise der Tüv Süd ein sogenanntes Delta Audit an. Mithilfe einer GAP-Analyse werden bestehende Prozesse, Festlegungen und Verfahren überprüft sowie Abweichungen und Schwachstellen gegenüber den Anforderungen der neuen ISO 50001:2018 herausgearbeitet.
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