Maschinenrichtlinie Risikobeurteilung radikal vereinfacht

Redakteur: Stéphane Itasse

Die von der europäischen Maschinenrichtlinie für die Hersteller vorgeschriebene Risikobeurteilung dient als gesetzliches Nachweisdokument im Haftungsfall und ist gleichzeitig ein Arbeitsinstrument für den Konstrukteur. Kothes, Dienstleister für technische Dokumentation und CE-Kennzeichnung, bietet ab sofort einen Neuansatz, der die Erstellung von Risikobeurteilungen deutlich vereinfacht.

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Die Risikobeurteilung ist laut Maschinenrichtlinie unbedingt notwendig, verursacht aber bisher viel Aufwand.
Die Risikobeurteilung ist laut Maschinenrichtlinie unbedingt notwendig, verursacht aber bisher viel Aufwand.
( © th-photo - Fotolia)

Eine Risikobeurteilung ermittelt alle Gefahrenstellen einer Maschine und bewertet die entsprechenden Risiken und deren Absicherungen gemäß den gesetzlichen Vorschriften, wie das Unternehmen mitteilt. Das klassische Verfahren basiere auf einer Recherche der Normen für den Einzelfall. Arbeitsaufwand und Vollständigkeit hingen dabei in hohem Maß von Fachwissen und zeitlichen Ressourcen der Konstrukteure ab; daher könne die Qualität der Beurteilung beim Maschinenhersteller personen- und kapazitätsabhängig stark schwanken.

Dienstleister erstellt individuelle Normenliste für den Konstrukteur

Das von Kothes entwickelte Verfahren der „Risikobeurteilung nach Anforderungsvorlagen“ vereinfacht nach Angaben des Unternehmens den Prozess für den Konstrukteur deutlich. Hierbei erstelle der Dienstleister eine individuelle Normenliste, extrahiere alle sicherheitsrelevanten Anforderungen im Voraus und ordne sie den Schutzanforderungen nach Maschinenrichtlinie zu. Auf Basis dieser einfachen Checkliste könne der Konstrukteur die Risikobeurteilung nun effizienter erstellen, indem er Schritt für Schritt durch die Anforderungsvorlage geführt werde und die einzelnen Punkte entweder als erledigt bestätige oder der Liste einen der Lösungsvorschläge entehme. Damit sei sichergestellt, dass keine relevante Normanforderung vergessen wird, und dem Konstrukteur bleibe zeitraubendes Normenstudium erspart.

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