Risikobewertung
Frühzeitige Gefahrenabwehr durch vernetztes Risikomanagement

Von Michael Pfeifer, Experte für Maschinen- und Anlagensicherheit, Alexander Kurdas, Maschinensicherheitsingenieur, TÜV Süd Industrie Service GmbH 4 min Lesedauer

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Ungeplante Stillstände sind ärgerlich und teuer. Ein vorausschauender Umgang mit Risiken hilft, den sicheren Betrieb von Prozessanlagen zu gewährleisten und zugleich die Produktivität zu steigern. Moderne Methoden zur Risikobewertung nutzen aktuelle Daten und Verhaltensmodelle, um Risiken frühzeitig zu erkennen und Ausfälle zu vermeiden.

Mit Interactive Hazop passt sich das Risikomanagement dynamischen Prozessen an und wird so agil wie die Fertigung selbst. Digitale Zwillinge unterstützen bei der modernen Risikobewertung.(Bild:  TÜV SÜD)
Mit Interactive Hazop passt sich das Risikomanagement dynamischen Prozessen an und wird so agil wie die Fertigung selbst. Digitale Zwillinge unterstützen bei der modernen Risikobewertung.
(Bild: TÜV SÜD)

In prozesstechnischen Anlagen ist es entscheidend, Risiken frühzeitig zu erkennen und richtig einzuordnen. Doch viele der bislang verwendeten Dokumentationsmethoden, etwa in Form von statischen Risikoanalysen oder Tabellen, geraten ins Hintertreffen, weil sie nicht ohne Weiteres in die softwarebasierten und teilautomatisierten Arbeitsabläufe integriert werden können. Meist beruhen sie auf Annahmen, die sich auf den schlimmstmöglichen Fall konzentrieren. In diesem Fall liegt die Verantwortung für die Grauzonen des Daily-Safety-Life, die nicht durch die Funktionale Sicherheit abgedeckt sind, beim Mitarbeiter.

Besonders problematisch wird dies, wenn (u. a. infolge der demografischen Entwicklung oder verstärkten Vergabe an Fremdfirmen) Erfahrungswissen im Unternehmen schwindet. Ohne Zugriff auf aktuelle Informationen und die Möglichkeit, dynamische Entwicklungen gesamtheitlich zu überblicken oder bestimmte Informationen bewusst zu lenken und ins Risikomanagement einzubeziehen, steigt die Gefahr unerwarteter Zwischenfälle.

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