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Ehrung

Rittal-Vorsitzender Friedhelm Loh erhält Ehrendoktorwürde

| Redakteur: Katharina Juschkat

Für seine herausragenden Verdienste um Wissenschaft und Technik hat die Technische Universität Chemnitz den hessischen Unternehmer Friedhelm Loh mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Vertreter aus Forschung, Politik, Wirtschaft und Verbänden würdigten den Unternehmer als zielstrebigen Macher und klugen Visionär.

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Friedhelm Loh erhält die Ehrendoktorwürde der TU Chemniz und wird für sein Lebenswerk gelobt.
Friedhelm Loh erhält die Ehrendoktorwürde der TU Chemniz und wird für sein Lebenswerk gelobt.
(Bild: Rittal )

Sein Erfolg beruhe auf kreativer Neugier, harter und schöpferischer Arbeit, seiner Leidenschaft als Unternehmer und dem Verzicht auf das für manch anderen Selbstverständliche – so beschrieb Prof. Reimund Neugebauer den Preisträger Friedhelm Loh vor großem Publikum im Festsaal der TU Chemnitz. Der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft betonte, Loh erreiche seine Ziele, wecke Begeisterung und zeige dabei Verantwortung und Humanität.

Für die aktive Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft, Unternehmen und Universität, verleihe die TU Chemnitz dem hessischen Unternehmer mit Freude die Ehrendoktorwürde. In seinem Wirken hat er Akzente gesetzt und Horizonte eröffnet.

„Ihr Lebenswerk beeindruckt“

Die Fakultät für Maschinenbau würdigte das Engagement des Vorsitzenden der Geschäftsführung von Rittal mit der höchsten wissenschaftlichen Ehrung, die durch eine Universität verliehen werden kann. „Die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Friedhelm Loh zeichnet seine herausragenden Leistungen und Verdienste um Wissenschaft und Technik aus, insbesondere auf dem Gebiet des Maschinen- und Anlagenbaus“, so der Kommissarische Rektor der TU Chemnitz, Prof. Andreas Schubert. „Ihr Lebenswerk beeindruckt.“

Seit 2014 kooperiert die mit 11.500 Mitarbeitern global aufgestellte Friedhelm Loh Group mit der Universität und stiftet eine Professur. Die forschungsintensive Stiftungsprofessur Systemtechnik und Schaltmodule am Institut für Strukturleichtbau steht in engem Austausch mit dem Unternehmen. Neue technologische Erkenntnisse werden an der Universität in die Lehre eingebunden und Ergebnisse der Forschung stehen dem Unternehmen zur Verfügung. Wissenschaft und Wirtschaft seien mehr denn je aufeinander angewiesen, so Schubert.

Anerkennung aus Wirtschaft und Politik

Auch Vertreter aus Wirtschaft und Politik sprachen dem Unternehmer ihre Anerkennung aus. So bezeichnete Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der Geschäftsführung des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), dem Loh bis 2014 als Präsident vorstand, ihn als „Architekten der Industrie 4.0“, von dem im Dialog zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft starke Impulse ausgingen. „Neugierige Macher und Initiatoren wie Sie bestärken uns in der Gewissheit, die vor uns liegenden Herausforderungen meistern zu können.“

Klaus Helmrich, Mitglied des Siemensvorstands, blickte auf die bewegte Vergangenheit des Familienunternehmens zurück, das Loh vom mittelständischen Betrieb mit 200 Mitarbeitern zum Weltmarktführer im Bereich Schaltschrank- und Systemtechnologie mit 11.500 Mitarbeitern weltweit machte: „Sie waren eines der ersten deutschen Unternehmen, die sich nach China und Indien bewegt haben.“

Als Mitglied des Bundestages fügte Frank Heinrich aus dem Wahlkreis Chemnitz hinzu: „Es gibt Menschen, die ehrt man am besten mit ihren eigenen Worten: Was man kann, muss man tun.“ Kaum jemand verkörpere diese Worte besser als Loh selbst: „Was er kann, das tut er. Und was er tut, dass kann er.“

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