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IFR World Robotics 2014

Roboter sind in China schon auf der Überholspur

| Redakteur: Ines Stotz

In den Werkhallen Chinas werden bis 2017 mehr Industrie-Roboter arbeiten als in der Europäischen Union sowie Nordamerika. Zu diesem Ergebnis kommt die Roboter-Weltstatistik 2014, die von der International Federation of Robotics (IFR) veröffentlicht wurde.

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In zwei Jahren sollen doppelt so viele Industrie-Roboter in China arbeiten als heute: von 200.000 auf mehr als 400.000. Im Bild: Der Roboter EcoRS von Dürr beim Fensterkleben eines Fiat.
In zwei Jahren sollen doppelt so viele Industrie-Roboter in China arbeiten als heute: von 200.000 auf mehr als 400.000. Im Bild: Der Roboter EcoRS von Dürr beim Fensterkleben eines Fiat.
(IFR World Robotics 2014)

Danach verdoppelt sich Zahl der operativen Einheiten im Reich der Mitte von heute rund 200.000 auf mehr als 400.000. Zum Vergleich: In Nordamerika steigt die Zahl auf knapp 300.000 – in den fünf großen Volkswirtschaften der EU auf gut 340.000 Industrie-Roboter.

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China hat sich bereits zum weltweit größten Absatzmarkt für Industrie-Roboter entwickelt. Dies markiert allerdings nur den ersten Schritt einer rasanten Aufholjagd. Die aktuell noch sehr geringe Roboterdichte im Reich der Mitte macht die künftige Marktdimension eindrucksvoll sichtbar: So sind in der chinesischen Industrie bisher nur 30 Industrie-Roboter je 10.000 Arbeitnehmer in der verarbeitenden Industrie im Einsatz.

Zum Vergleich: In Deutschland ist die Roboterdichte fast zehn Mal so groß – in Japan sogar fast elf Mal. In Nordamerika ist die Roboterdichte fünf Mal so hoch wie in China.

Aufgeschlüsselt nach Anwendungen werden die meisten Industrieroboter in China für Handhabungsoperationen (40 Prozent) und zum Schweißen (36 Prozent) eingesetzt. Die Automobilindustrie ist mit Abstand der größte Kunde (ca. 40 Prozent).

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