Kuka Roboter-Spezialist erfüllt für 2013 seine Ziele

Redakteur: Sariana Kunze

Der Kuka Konzern hat im Geschäftsjahr 2013 eine positive Geschäftsentwicklung gezeigt, die von beiden Geschäftsbereichen getragen wurde. Insgesamt profitierte das Unternehmen weiter vom globalen Trend der roboterbasierten Automatisierung. Nach vorläufigen Ergebnissen hat der Konzern die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern aus dem Vorjahr übertroffen.

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„Kuka hat seine Ziele für 2013 erfüllt“, sagte Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender von Kuka.
„Kuka hat seine Ziele für 2013 erfüllt“, sagte Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender von Kuka.
(Bild: Kuka)

Die Auftragseingänge konnten den Wert von 2012 erreichen und lagen nahezu auf gleichem Niveau. Im Einzelnen schloss Kuka das Geschäftsjahr 2013 nach vorläufigen Zahlen wie folgt ab:

Die vorläufigen Auftragseingänge lagen im abgeschlossenen Jahr mit einem Wert von 1.881,9 Mio. Euro auf stabil hohem Niveau, wenn gleich dies gegenüber dem Rekordwert aus dem Vorjahr ein leichter Rückgang um knapp 0,4 Prozent ist (2012: 1.889,6 Mio. Euro). Der Geschäftsbereich Robotics blieb mit 793,5 Mio. Euro um 1,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 803,1 Mio. Euro. Dabei summierten sich die Aufträge aus der Automobilindustrie im Jahr 2013 auf 318,3 Mio. Euro und lagen damit 14,2 Prozent unter dem Vorjahreswert in Höhe von 371 Mio. Euro. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr hängt überwiegend mit den Investitionszyklen der Modelleinführungen bei den Kunden zusammen.

Auftrag von Siemens Healthcare wirkt sich positiv aus

Im Bereich der General Industry erzielte Robotics Auftragseingänge in Höhe von 330,9 Mio. Euro und übertraf damit den Vorjahreswert um 12,2 Prozent (2012: 294,9 Mio. Euro). Besonders der Gewinn des großen Rahmenvertrags von Siemens Healthcare wirkte sich hierbei positiv aus. Die Auftragseingänge im Bereich Service stiegen im abgelaufenen Jahr um 5,2 Prozent auf 144,3 Mio. Euro. Auch der Geschäftsbereich Systems erzielte im abgelaufenen Jahr einen hohen Auftragseingang. Unterstützt durch die starke Nachfrage aus der Automobilindustrie verzeichnete der Bereich in 2013 einen Auftragseingang in Höhe von 1.111,6 Mio. Euro, der nur 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert lag (2012: 1.115,1 Mio. Euro). Die vorläufigen Umsatzerlöse von Kuka stiegen im Jahr 2013 auf 1.774,5 Mio. Euro und lagen um 2,0 Prozent über dem Vorjahreswert (2012: 1.739,2 Mio. Euro). Dabei erzielte der Geschäftsbereich Robotics Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 754,1 Mio. Euro; ein Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Geschäftsbereich Systems verbuchte Umsatzerlöse in Höhe von 1.045,9 Mio. Euro. Das entspricht einem Plus von 2 Prozent.

Auslastung im laufenden Geschäftsjahr ist gewährleistet

Die Book-to-Bill Ratio, d.h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, blieb weiterhin über 1 und lag auf Konzernebene im Berichtsjahr bei 1,06. Dies zeigt einen Anstieg des Auftragsbestands. Der vorläufige Auftragsbestand des Konzerns erreichte zum Jahresende 2013 einen Wert von 991,6 Mio. Euro. Gegenüber dem Stichtagswert des Vorjahres bedeutete dies einen Anstieg um 9 Prozent. Dabei verfügte Robotics, ohne die Berücksichtigung von Rahmenverträgen aus der Automobilindustrie, zum Jahresende über einen Auftragsbestand von 280,7 Mio. Euro (+12,9 Prozent) und Systems von 714,4 Mio. Euro (+7,3 Prozent). Entsprechend ist eine hohe Auslastung im laufenden Geschäftsjahr gewährleistet.

Auf Grund des weltweiten Trends zur roboterbasierten Automatisierung, erwartet Kuka vor allem in China eine weiter steigende Nachfrage. Kuka Robotics reagierte darauf frühzeitig und eröffnete im Dezember 2013 ein neues Werk in Shanghai mit einer Montagekapazität von 3.000 Robotern pro Jahr. Diese kann auf 5.000 erweitert werden. Von dort aus wird Kuka Robotics die Kunden im asiatischen Markt nun noch schneller und flexibler bedienen.

Höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 120,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden (2012: 109,8 Mio. Euro). Die EBIT-Marge verbesserte sich 2013 ebenfalls von 6,3 Prozent im Jahr 2012 auf 6,8 Prozent. Vor allem der Geschäftsbereich Systems trug zu dieser erfreulichen Entwicklung bei. Der Geschäftsbereich Robotics erzielte ein EBIT in Höhe von 77,1 Mio. Euro und lag um 3,9 Prozent unter dem Vorjahresrekord von 80,2 Mio. Euro. Die EBIT-Marge ging bei Robotics folglich leicht von 10,8 Prozent im Geschäftsjahr 2012 auf 10,2 Prozent im Berichtsjahr zurück. Die Gründe dafür lagen hauptsächlich in den höheren Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung sowie in dem Aufbau weiterer Mitarbeiter für die General Industry. Der Geschäftsbereich Systems erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBIT von 60,8 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahrswert von 47,7 Mio. Euro stieg das EBIT um 27,5 Prozent. Die EBIT-Marge konnte von 4,7 Prozent im Vorjahr auf 5,8 Prozent im Jahr 2013 gesteigert werden. Im vierten Quartal 2013 lag die EBITMarge sogar bei 6,4 Prozent. Der Anstieg bei Kuka Systems war überwiegend auf ein verbessertes Prozessmanagement, dem gestiegenen Anteil der Wertschöpfung aus Ländern mit niedrigerer Kostenstruktur sowie der hohen Auslastung auf Grund der guten Nachfrage zurückzuführen.

„Kuka hat seine Ziele für 2013 erfüllt. Durch unsere zielgerichteten Investitionen in China, in Forschung und Entwicklung sowie in die General Industry, haben wir beste Voraussetzungen geschaffen, um weiter das große Potenzial in der roboterbasierten Automatisierung zu heben“, erklärt Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender von Kuka.

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