Robotik

Roboter und schwerbehinderten Produktionsmitarbeiter arbeiten zusammen

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Bosch entwickelt Robotik-Schnittstellen für schwerbehinderte Produktionsmitarbeiter

Damit schwerbehinderte Mitarbeiter von den Zukunftschancen der neuen Robotik-Lösungen profitieren können, muss die Schnittstelle zwischen Roboter und Mensch angepasst werden. Werkzeuge, Datenanzeigen und Arbeitsabläufe müssen genauso überdacht werden wie Fragen des Nutzerverhaltens und der Arbeitssicherheit. Für diese Herausforderungen entwickelt Bosch im Projekt Aquias Lösungen, die schwerbehinderten Mitarbeitern die Zusammenarbeit mit mobilen Produktionsassistenten ermöglichen. Aus den Ergebnissen lassen sich nicht nur Unterstützungsmöglichkeiten der Roboter für Mitarbeiter ableiten, die keine oder geringe Leistungseinschränkungen aufweisen. "In Aquias möchten wir von den schwerbehinderten Mitarbeitern lernen, wie die Mensch-Roboter-Interaktion verbessert werden kann. Die Anforderungen, die ein Produktionsassistent erfüllen muss, erscheinen wie durch eine Lupe vergrößert.«, so Wolfgang Pomrehn, Projektleiter bei Bosch. So profitieren langfristig auch Mitarbeiter ohne Behinderung vom erweiterten Unterstützungsangebot mobiler Produktionsassistenten, das spezifisch auf die Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeiter angepasst werden kann.

Vernetzung der Produktions-IT schrittweise aufzeigen

Das große Potenzial der Robotik für die Herausforderungen der Industrie 4.0 liegt vor allem im Zugewinn an Flexibilität. Besonders die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter erlaubt es, der steigenden Komplexität in der Fertigung zu begegnen. Doch die Mensch-Roboter-Kooperation stellt auch neue Anforderungen an die Vernetzung dieser Maschinen. "Damit Roboter intelligent gesteuert werden können, müssen die Daten des Produktionssystems flexibel zur Verfügung stehen", erklärt Christian Henkel, Projektleiter auf Seiten des IPA. Für diese Aufgabe entwickelt das Institut eine Digitalisierungs-Roadmap, in der die Vernetzung der Produktions-IT schrittweise aufgezeigt wird. Die Roadmap bietet Produktionsunternehmen Orientierung für die Einbindung der Robotik in die Produktions-IT. Weiterhin wird die Anschlussfähigkeit an die Industrie 4.0 unterstützt, beispielsweise durch die Möglichkeit, weitere cyber-physische Systeme schrittweise in die digitale Fabrik zu integrieren.

Roboter sichert Arbeitsplätze der schwerbehinderten Produktionsmitarbeiter

Deutsche Integrationsfirmen wie die ISAK sehen sich seit einigen Jahren vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Kundenstruktur, Produktionsaufträge und Produktanforderungen verändern sich hier inzwischen genauso schnell wie für Unternehmen, deren Belegschaft nicht überwiegend aus schwerbehinderten Mitarbeitern besteht. Um dem Kostenwettbewerb standhalten zu können, ist die Erhöhung der Wertschöpfung für die ISAK eine wichtige Strategie. "Der Einsatz des mobilen Produktionsassistenten APAS im Projekt AQUIAS bietet uns die Chance, unsere Wirtschaftlichkeit zu steigern, indem Produkte umfassender als heute bearbeitet werden. Außerdem wollen wir unseren Mitarbeitern attraktive Aufgaben in der Zusammenarbeit mit dem Produktionsassistenten anbieten", erläutert Thomas Wenzler, Geschäftsführer der ISAK. Durch die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit werden letztlich die Arbeitsplätze der schwerbehinderten Produktionsmitarbeiter gesichert.

Das Forschungsprojekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom DLR-Projektträger betreut. Geförderte Partner des Verbundprojekts sind neben dem Fraunhofer IAO die ISAK gGmbH, die Robert Bosch GmbH und das Fraunhofer IPA.

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