Abwärtstrend Robotik und Automation rutschen in Deutschland ins Minus

Quelle: VDMA 2 min Lesedauer

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Die Umsatzentwicklung der Robotik- und Automationsbranche signalisiert laut dem Vorsitzenden des VDMA Robotik und Automation Handlungsbedarf.

Die deutsche Robotik ist stark mit der Automobilbranche verwoben. Die aktuelle Krise in diesem Sektor sorgt nun auch bei den Roboterherstellern für Probleme.(Bild:  xiaoliangge - stock.adobe.com)
Die deutsche Robotik ist stark mit der Automobilbranche verwoben. Die aktuelle Krise in diesem Sektor sorgt nun auch bei den Roboterherstellern für Probleme.
(Bild: xiaoliangge - stock.adobe.com)

Die Robotik und Automation in Deutschland hat an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Laut einer Mitteilung des VDMA könnte die Branche 2025 einen Gesamtumsatz von minus 9 Prozent einfahren. „Der Abwärtstrend im Bereich Robotik und Automatisierung basiert nicht allein auf zyklischen Nachfrageschwankungen, sondern hat inzwischen ganz handfeste strukturelle Ursachen“, sagt Dietmar Ley, Vorsitzender von VDMA Robotik und Automation. Dazu zähle etwa eine zu große Abhängigkeit der Robotik- und Automationsbranche von der deutschen Automobilindustrie. Hinzu kommen Schwächen in der Wettbewerbsfähigkeit, die Wirtschaft und Politik mit konsequenten Reformen adressieren müssen, wie der Experte fordert.

So hat sich der Gesamtumsatz der Sektoren Robotik und Automation in Deutschland seit 2015 entwickelt.(Bild:  VDMA)
So hat sich der Gesamtumsatz der Sektoren Robotik und Automation in Deutschland seit 2015 entwickelt.
(Bild: VDMA)

Positiv entwickelt sich nur der Export in die EU

Die konjunkturellen und strukturellen Schwächen bei den Auftragseingängen im Robotik und Automationssektor haben sich 2024 nicht nur im Inland mit einem Minus von 16 Prozent zum Vorjahr gezeigt. Denn auf Wachstumsimpulse aus dem Ausland wartet man ebenfalls vergeblich. Die Nachfrage schrumpfte dabei um 2 Prozent. Ley erkennt immerhin einen Lichtblick. Gemeint ist der Export in die Eurozone. Denn die Auftragseingänge aus den Euroländern stiegen 2024 um stolze 44 Prozent. Die Auslandsnachfrage (ohne die Staaten der Eurozone) pendelte sich dagegen um 13 Prozent unter dem Vorjahreswert ein.

„Die Unternehmen der deutschen Robotik- und Automationsbranche müssen die eigene Wettbewerbsfähigkeit in den Fokus nehmen“, so Ley. Priorität sollte auf mehr Tempo bei Innovationen gelegt werden. Benötigt werde aber auch mehr Agilität, um schneller auf die Kundennachfrage zu reagieren und sich von Wettbewerbern aus dem Ausland absetzen zu können. Schließlich muss man die Kosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau bringen.

Maßnahmen gegen Wettbewerber sind nötig

Eine entschlossene Reformagenda ist dann noch der Job der Politik. Ley: „Standortnachteile wie überbordende Regulierung und zu hohe Kostenbelastung können wir uns im internationalen Wettbewerb nicht länger leisten.“ Die deutsche Wirtschaft braucht auch verlässliche Rahmenbedingungen, die Wachstum unterstützen und nicht unterbinden. Dann könne die Branche auch wieder auf Kurs gebracht werden. Nicht zuletzt seien alle langfristigen Wachstumstrends für diese Zukunftsbranche weiter intakt. „Wir müssen jetzt die richtigen Weichen stellen“, appelliert der VDMA-Fachverbandsvorsitzende.

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