Yaskawa auf der Automatica

Robotik- und Automatisierungslösungen für die Zukunft der Industrie 4.0

| Redakteur: Rebecca Näther

Auf der Automatica zeigt Yaskawa das Servosystem Sigma-7 in der speziell für den europäischen Markt konzipierten 400-V-Variante.
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Auf der Automatica zeigt Yaskawa das Servosystem Sigma-7 in der speziell für den europäischen Markt konzipierten 400-V-Variante. (Bild: Yaskawa)

Direkt nach dem europäischen Startschuss für das Lösungskonzept „i3-Mechatronics“ wird Yaskawa sein Industrie-4.0-Konzept auch auf der Automatica vorstellen. Dieser integrative Ansatz umfasst aktuelle und neu entwickelte Motoman-Roboter ebenso wie Produkte und Lösungen aus der Antriebs- und Steuerungstechnik sowie eigens entwickelte Softwarelösungen.

Neben Live-Applikationslösungen aus den Bereichen Antriebs- und Steuerungstechnik stehen neue Robotermodelle sowie die Themen kollaborative Robotik und Künstliche Intelligenz im Fokus.

Visualisierung über die Software-Plattform der Firma

Mit dem Lösungskonzept verknüpft das Unternehmen klassische Mechatronik, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie digitale Lösungen wie Künstliche Intelligenz, Big Data und das Internet der Dinge. „i3“ steht dabei für integriert – intelligent – innovativ. Relevante Prozess- und Systemdaten werden in einer skalierbaren Datenbank in Echtzeit gesammelt, analysiert und erlernen dabei über Künstliche Intelligenz Optimierungen. Die Visualisierung erfolgt direkt und verständlich in der Software-Plattform „Yaskawa Cockpit“. Gleichzeitig lässt sich der aktuelle Status jeder Maschine in Echtzeit abbilden und mit anderen Datenquellen in Beziehung setzen, z.B. für koordinierte Predictive Maintenance. Die Daten können unter hohen Sicherheitsstandards an bereits vorhandene ERP-, MES-, Big-Data- oder AI-Umgebungen weitergegeben werden, um auf dieser Grundlage fundierte Entscheidungen zu ermöglichen. Am Stand können sich Messebesucher in Live-Demonstrationen von den Funktionalitäten der Plattform sowohl im Zusammenspiel von Robotics-Live-Zellen als auch mit Steuerungs- und Antriebstechnik der Firma überzeugen: Beispielsweise erkennt und meldet die Software-Plattform einen verstopften Luftfilter ohne den Einbau zusätzlicher Sensoren allein durch das Monitoring des Stromflusses.

Einbindung des Servosystems in die Software-Plattform

Ebenfalls am Stand zu sehen: Die Einbindung des aktuellen Servosystems Sigma-7 in der 400-V-Variante in das Cockpit. Neben dem herkömmlichen Einzelachsverstärker sind auch Doppelachsmodule für Sigma-7 verfügbar. Mit der Steuerung von zwei Motoren über einen Verstärker lassen sich zum einen Energieeinsparungen realisieren. Zum anderen reduziert sich der Platzbedarf der Sigma-7-Verstärker so noch weiter. Über eine integrierte Echtzeit-Ethernet-Schnittstelle für EtherCAT ermöglicht das Servosystem zudem die Integration in entsprechende Anlagenumgebungen.

Moto-Mini als Sechs-Achs-Roboter für Handling kleiner Werkstücke

Die technische Basis für solche Automatisierungslösungen bilden weiterhin Robotermodelle wie der kollaborative Roboter Motoman HC10, jetzt auch mit einem „Smartpendant“ oder „Direct Teaching“ zu programmieren, oder die Neuentwicklung Moto-Mini. Der Sechs-Achs-Roboter wurde speziell für Handling und Montage kleiner Werkstücke entwickelt. Er soll den Umfang einer Fertigungsanlage verringern und gleichzeitig die Produktivität steigern. Der High-Speed-Roboter bietet eine Traglast von 500 g und eine Reichweite von 350 mm. Mit seiner Wiederholgenauigkeit von 0,03 mm ist er für Anwendungen mit Kleinteilen geeignet. Sein Installationsort lässt sich einfach und beliebig ändern, je nach betrieblichen Anforderungen oder gefertigtem Werkstück. Dieser Roboter wird mit der Motoman YRC1000micro-Steuerung betrieben, die speziell für die Steuerung kleiner Roboter geeignet ist.

Handling-Roboter für schnelle Applikationen

Darüber hinaus erweitert der Hersteller die Motoman GP-Serie zur Automatica um Modelle mit 50, 180, 225, 400 und 600 kg Tragkraft. „GP“ steht für „General Purpose“ und damit für vielfältige Einsatzmöglichkeiten, erklärt das Unternehmen: Diese Handling-Roboter der Serie wurden für schnelle Füge-, Verpackungs- und allgemeine Handhabungsapplikationen entwickelt.

Positionierer fürs Schweißen

Auch im Bereich Schweißen werden Positionierer vorgestellt und die Error Recovery-Anlage stellt einen definierten Ablauf zur Sicherstellung der Bauteilqualität beim Auftreten von Störungen während des Schweißprozesses dar.

Automatica: Halle B6, Stand 502

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