Autonomes Fahren Robustes Sensormodul behält die Umgebung fest im Blick

Von Fraunhofer IOSB-AST 2 min Lesedauer

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Das Fraunhofer IOSB-AST stellt mit dem Environment Perception Kit (EnvP-Kit) ein vorkonfiguriertes, robustes Sensormodul vor, das die Umgebungswahrnehmung für mobile Arbeitsmaschinen und Robotersysteme in besonders gefährlichen und anspruchsvollen Einsatzumgebungen deutlich vereinfacht. 

Fährt durch dick und dünn: Ein Modulares autonomes Transportsystem (MATS) im Einsatz.(Bild:  Indigo/Fraunhofer IOSB-AST)
Fährt durch dick und dünn: Ein Modulares autonomes Transportsystem (MATS) im Einsatz.
(Bild: Indigo/Fraunhofer IOSB-AST)

Das Kit des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB und dessen Institutsteil Angewandte Systemtechnik (AST) dient als Starthilfe für autonome Funktionen und als Versuchsplattform für neue Wahrnehmungs- und KI-Algorithmen in sicherheitskritischen Anwendungen wie Gefahrgut-Handling, Pionier- und Logistikaufgaben bei Streitkräften, Perimeterschutz sowie Katastrophen- und Bevölkerungsschutz.

Technische Basis für anspruchsvolle Umgebungen

Das Environment Perception Kit bündelt die wesentliche Umgebungssensorik in einem robusten, einsatzfähigen System. Es umfasst einen 3D-Mehrebenenlaserscanner mit 128 Kanälen, eine 2D-Full-HD-Kamera sowie einen Dual-GNSS-Empfänger mit integrierter IMU (IMU – Inertiale Messeinheit) und lässt sich bei Bedarf über Ethernet und Power-over-Ethernet um weitere externe Sensoren erweitern. Die kompakte Einheit misst etwa 830 x 1100 x 320 mm und wiegt dabei rund 35 Kilogramm.

Optional kann sie mit einem integrierten Industrie-PC inklusive 5G-Modem und Funksystemen ausgeliefert werden. Anwenderinnen und Anwender erhalten damit eine praxiserprobte, standardisierte Plattform, um Umgebungswahrnehmung in Fahrzeuge und Robotersysteme zu integrieren, ohne jedes Automatisierungsvorhaben mit einer individuellen Sensorkonfiguration beginnen zu müssen.

Mögliche Einsatzszenarien des EnvP-Kit sind: 

  • Gefahrgut und kontaminierte Bereiche: Teil- und vollautonome Unterstützung beim Umgang mit Gefahrstoffen (u. a. im Kontext ROBDEKON – Kompetenzzentrum Robotersysteme für die Dekontamination in menschenfeindlichen Umgebungen). Die Aufgaben reichen von sicherem Navigieren in kontaminierten Zonen über Hindernis- und Personenerkennung bis zur präzisen Geofencing-Überwachung von No-Go-Arealen.
  • Verteidigung, Pionierwesen und Logistik: Sensorische Grundlage für autonome Transporte von Munition und Versorgungsgütern, Konvoi-fähiges Folgen von Leitfahrzeugen und unbemannte sowie hochautomatisierte Arbeitsabläufe (etwa das Ausheben von Gräben).
  • Perimeterschutz und Werkslogistik: Mobile Patrouillenfahrzeuge überwachen Zäune und Zufahrten, erkennen Eindringlinge und Anomalien und unterstützen Gebäudesicherheit und Werkslogistik – inklusive präziser Lokalisierung auf dem Gelände und stabiler Erkennung bei wechselnden Licht- und Wetterbedingungen.
  • Katastrophen- und Bevölkerungsschutz: Erkundung und sichere Navigation in Trümmerfeldern, Waldbrandrandbereichen oder überschwemmten Arealen. Das Kit ermöglicht schnelle Lagebilder, Objekterkennung (z. B. Sperr- und Gefahrenzonen) sowie Assistenz für teleoperierte Einsätze.

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