Manufacturing Execution Systeme (MES)

Ruhe vor dem Sturm: Lieber jetzt die IT-Weichen stellen

| Redakteur: Sariana Kunze

Matthias Loebich, Partner bei BearingPoint, ist der Meinung, dass bis Industrie 4.0 flächendeckend und durchgängig umsetzbar ist, noch einige Jahre vergehen werden.
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Matthias Loebich, Partner bei BearingPoint, ist der Meinung, dass bis Industrie 4.0 flächendeckend und durchgängig umsetzbar ist, noch einige Jahre vergehen werden. (BearingPoint)

Manufacturing Execution Systeme (MES) rücken durch Industrie 4.0 wieder in den Fokus. Dies ergab eine aktuelle Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint, die über 105 produzierende Unternehmen zur zukünftigen Relevanz von MES befragten. Denn vor allem Transparenz in den Produktionsprozessen bildet das Grundgerüst für die Digitalisierung der Produktion.

Laut der Studie messen 88 Prozent der befragten Unternehmen MES für die Zukunft eine zunehmende Bedeutung bei. 41 Prozent sehen sogar einen stark zunehmenden Trend. Entsprechend dieser Einschätzung geben knapp drei Viertel der Unternehmen eine Investitionsabsicht in MES in den nächsten 3 Jahren an. Als Haupttreiber dafür wird der Transparenzgewinn in den Produktionsprozessen genannt, um darauf basierend Produktionsvorteile zu erzielen. Die Mehrheit der Studienteilnehmer präferiert bei der Software-Auswahl global agierende MES-Spezialisten. Dabei sind eine gute Integration mit der ERP-Welt und eine exzellente Benutzerfreundlichkeit in der Produktion die entscheidenden Architekturmerkmale.

Daten verfügbar machen und nutzen

Manufacturing Execution Systeme (MES) bilden die Brücke zwischen ERP-Systemen zur Steuerung der betriebswirtschaftlichen Prozesse und der Maschinensteuerung (SPS). Durch diese Integration können ein Vielfaches an Daten genutzt und Prozesse digitalisiert werden. Hinter der Diskussion um die Digitalisierung der Produktion steckt vor allem die Erwartung, Nutzenpotenziale aus besseren Daten und mehr Informationen gewinnbringend einsetzen zu können. Damit wird die Grundlage geschaffen für die Vision der sich selbst steuernden Fabrik und die Reduzierung manueller Tätigkeiten. Großes Nutzenpotenzial bieten dabei laut Studie die sogenannten Basisverbesserungen, allen voran durch eine höhere Transparenz aus der Verfügbarkeit von Ist-Daten in Echtzeit. Während ohne MES ein Management der Produktprozesse oft über manuelle Aufzeichnungen erfolgt, die teilweise erst beim Schichtwechsel gepflegt werden, stehen mit der durch MES einhergehenden Digitalisierung der Prozesse jederzeit verfügbare reale Ist-Daten online zur Verfügung. "Bis autonome, selbstregulierende Systeme die Produktionsvision der Industrie 4.0 flächendeckend und durchgängig umsetzbar machen, werden noch einige Jahre vergehen. Für Unternehmen ist es bis dahin wichtig, Daten aus der Produktion durchgängig verfügbar zu machen und diese auch zu nutzen", so Matthias Loebich, Partner bei BearingPoint.

Potenzial liegt brach

"Im Zuge der Digitalisierung der Produktion und der Industrie 4.0 sind MES aktuell mehr denn je wieder Teil der Diskussion. Die Ergebnisse belegen, dass MES heutzutage zwar bereits in einer Vielzahl von Unternehmen genutzt werden, es jedoch noch ein großes Potenzial zur Ausweitung der Nutzung und zur Standardisierung innerhalb von Standortnetzwerken gibt", so Stefan Müller, Manager bei BearingPoint und Autor der Studie.

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