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Steuerungstechnik

S7-CPUs für beide S7-Welten

| Autor/ Redakteur: Jörg Peters* / Robert Weber

Die S7-CPUs von Insevis sind als zukunftsoffene S7-Alternative mit beiden Siemens-Tools -Simatic Manager und TIA-Portal- zu programmieren. Für die Panels löst ein dem WinCC flexible ähnliches, kostenloses Visualisierungstool die Aufgabenstellung.

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Die Entwickler haben die Konfiguration erleichtert.
Die Entwickler haben die Konfiguration erleichtert.
( Bild: Insevis )

Der Erlanger S7-Systemlieferant Insevis bietet zusätzlich oder alternativ zu bestehenden Siemens-Panels und SPSen eine wirtschaftliche und hoch kommunikative Lösung, die kaum Anpassungen bisheriger S7-Programmierung verlangt. Denn die S7-CPUs sind programmierbar mit Simatic Manager und TIA-Portal und zwar in AWL, KOP, FUP, S7-SCL, S7-Graph. Dazu gibt es abgesetze oder inte­grierte Panels, deren einfache Projektierung jeden WinCC flexible-Anwender erfreuen wird. Damit kann jeder S7-Anwender in seiner bekannten Simatic Manager-Welt bleiben, ohne sich CPU-seitig von TIA-Portal-Welt zu entkoppeln. Jeder legt selbst den Umstiegszeitpunkt auf das TIA-Portal fest und kann bereits verbaute Hardware einfach mit S7-Programmen aus dem TIA-Portal updaten und fertig.

Zusatzkarten sind für den Programmablauf nicht nötig

Die Benutzung bestehender S7-Programme und einer bekannten Programmierumgebung erlaubt den Kunden eine Ertragssteigerung, denn neben einer Produktlinie mit Siemens können sie mit den wirtschaftlichen Insevis-Produkten nun auch preissensible Märkte beliefern, ohne ihr S7-Programm zu ändern. Die Beibehaltung des S7-Know-hows durch den Kunden reduziert dessen Programmieraufwand und das -risiko enorm. Doch weitere Faktoren stehen für den zunehmenden Markterfolg der Insevis-Produkte: Die Integration diverser zusätzlicher Schnittstellen in die S7-CPU und die Optionen auf ein integriertes Panel und Onboardperipherie.

Der wichtigste Faktor ist jedoch das einfache Handling der vielen Zusatzfunktionen, die durch mehrsprachige kostenlose Softwaretools gelöst wird. Das Unternehmen bietet 3 verschiedene S7-CPUs, deren Befehlsumfang quasi der S7-315-2PNDP entspricht. Der 512 kB bis 1MB große Arbeitsspeicher ist für die klassischen Anwendungen völlig ausreichend, Zusatzkarten sind für den S7-Programmablauf nicht nötig. Für Archivierungen wird eine (handelsübliche) Micro-SD-Karte verwendet. Jede S7-CPU von INSEVIS verfügt über Ethernet (TCP, UDP, S7-Kommunikation - die CPU-T sogar über zwei getrennt konfigurierbare Ethernet-Anschlüsse), Modbus (TCP und RTU), CAN (CANopen und Layer2) sowie einen seriellen CP mit RS232 und RS485 (freies ASCII). Damit allein ist ein Einsatz als S7-programmierbares Feldbus-Gateway möglich. Zusätzlich können die CPUs -V und -P mit Profibus DP Master/Slave und die CPUs -T mit Profinet I/O-Controller ausgerüstet werden. Die dafür nötigen SFCs und SFBs stehen kostenlos im Internet zur Verfügung, neben Beispielanwendungen und Demovideos zu deren Handling. Gerade beim Einbinden von CAN-open-Geräten in die S7-Welt steht die Insevis-Config Stage für eine vorbildlich einfache Lösung. Mit wenigen Klicks kann die EDS-Datei des CAN-Teilehmers eingelesen, vorgefilterte Prozess- und Systemdatenobjekte den S7-Bereichen zugewiesen, als Bibliothekselement abgespeichert und ab dann alles mit einem einzigen Klick in das S7-Projekt übernommen werden. Natürlich meldet das Programm automatisch eventuelle Adresskonflikte und schlägt Abhilfe vor. Bei der zunehmenden Öffnung der S7-Welt Richtung CANopen hat diese Lösung seit langem Vorbildfunktion. Die Integration der robusten TFT-Touchpanels mit IP65-dichten Ganzmetallfront macht aus den reinen S7-Steuerungen Panel-SPSen mit extrem kompakter Bauweise und einer Besonderheit: Hier läuft kein Windows und keine abgespeckte PC-Visualisierung, sondern eine Insevis-eigene S7-Firmware mit einer darauf optimierten inte­grierten Visualisierung ohne RunTime-Lizensierung. Dass die Projektierung mit der Software „VisuStage“ im wesentlichen Handling dem WinCC flexible von Siemens entspricht, erleichtert den Insevis-Kunden die Arbeit enorm. Varia­blenimport aus dem SimaticManager samt Symbolik, ein umfangreiches Störmeldesystem mit 1024 Alarmen und 128 Ereignissen, 64 Trendkanäle, 64 Rezepturen mit 256 Elementen und 256 Datensätzen, Benutzerverwaltung mit 9 Ebenen und eine unbegrenzte Anzahl von Sprachen, sowie vielfältige Log- und Archivierungsfunktionen bieten viele einfachen Lösungsansätze für komplexe Visualisierungsaufgaben. Eine Integrierte Simulation und eine kostenlose, multiinstanzfähige Remotevisualisierung erleichtern die Arbeit und erweitern den Nutzen. Der Verzicht auf Windows senkt nicht nur die Bootzeit auf <3 Sekunden und beschleunigt die Bildwechsel, sondern auch die Hardwareanforderungen an die CPU und damit die Leistungsaufnahme des gesamten Systems (z.B. 5,7"-Panel-SPS <100mA @24V). Auf der Ietzten SPS-Messe in Nürnberg stellte Insevis der seit Jahren erfolgreichen Generation I ein neues Paneldesign zur Seite, die Generation II der Panel-SPSen mit der profinetfähigen CPU-T vor. Hier werden nur noch Touchdisplays im 16:9-Format von 4,3" bis 15,6" eingesetzt, entweder als reines Panel, welches mit S7-Kommunikation aktiv auf die S7-CPU zugreift, oder als S7-Panel-SPS mit dem bekannten Systemumfang und mit oder ohne Onboardperipherie. Die bereits bei der Insevis-Generation I gelöste Integration von Kundenlogos wird auch hier per Label und OEM-Firmware möglich sein. Wer keine Großanlagen steuern und visualisieren muss und seine S7-Programmierumgebung behalten und sich trotzdem mit offener S7-Steuerungstechnik am Markt präsentieren will, dem bietet Insevis eine Lösung.

* *Jörg Peters ist Geschäftsführer der Insevis GmbH in Erlangen.

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