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Miele Technik-Geschäftsführer Sailer: IoT ist mir lieber

| Autor/ Redakteur: Karin Pfeiffer / Robert Weber

Wenn Dinge anfangen, sich die Intelligenz woanders auszuleihen, dann löst das im Markt jede Menge Neues aus, ist Dr. Eduard Sailer überzeugt. Der Geschäftsführer Technik bei der Miele & Cie. KG in Gütersloh erklärt elektrotechnik, warum die Konkurrenz künftig womöglich aus allen Richtungen kommt.

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Waschmaschinen-Produktion bei Miele in Gütersloh. Über 16.500 Menschen arbeiten weltweit für das Familienunternehmen, über 60 % in Deutschland. Die Verbundenheit zum Unternehmen ist groß, die Fluktuation liegt bei weit unter 1 %.
Waschmaschinen-Produktion bei Miele in Gütersloh. Über 16.500 Menschen arbeiten weltweit für das Familienunternehmen, über 60 % in Deutschland. Die Verbundenheit zum Unternehmen ist groß, die Fluktuation liegt bei weit unter 1 %.
(Bild: Miele)

Da finden sich viele Beispiele direkt um uns herum. Coca-Cola-Flaschen beispielsweise, die es mit einem persönlichen Namen drauf zu kaufen gibt — kundenindividuelle Massenfertigung also. Davon Millionen Flaschen in der Produktion zu verfolgen, ist nicht einfach. Man braucht ein Echtzeit-Abbild. Ein echtes Echtzeit-Abbild, keins mit Minuten oder Viertelstunden Verzögerung. Sonst können wir die kundenindividuelle Produktion nicht abbilden. Und das wiederum erfordert Industrie 4.0 — wobei mir der Begriff Internet der Dinge, IoT, lieber ist.

Warum Internet der Dinge ?

Industrie 4.0 klingt so, als wäre das für Spezialisten in der Produktion. IoT findet zwischen drei Stellen statt: Mensch, Anlage und Produkt. Und man muss schauen, wie viel Intelligenz können wir dem Produkt mitgeben, um dadurch eine kundenindividuelle Massenfertigung zu realisieren. Um im Beispiel zu bleiben: Im 10-Cent-Bereich sicherlich nicht so viel, die Cola-Flasche identifiziere ich vielleicht durch Fotografie, nicht mit einem Chip. Höherwertige Produkte wie etwa Hausgeräte von Miele haben eine elektronische Steuerung. Da lässt sich die Intelligenz des Produktes nutzen. Die Basis ist also oft schon gelegt.

Über den Autor

 Karin Pfeiffer

Karin Pfeiffer

Journalistin