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Effizienzmaßnahme Schaeffler will Industriebereich stärken

| Redakteur: Katharina Juschkat

Um die Sparte Industrie zu verstärken, hat die Schaeffler AG beschlossen, die Strukturen im Industriegeschäft zu verschlanken, insgesamt 500 Stellen abzubauen und damit Verbesserungen von rund 60 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren zu erreichen, meldet das Unternehmen.

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Bisher angekündigte Kostensenkungsmaßnahmen mit Schwerpunkt Deutschland sind weitestgehend umgesetzt. Im Bild: die Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach.
Bisher angekündigte Kostensenkungsmaßnahmen mit Schwerpunkt Deutschland sind weitestgehend umgesetzt. Im Bild: die Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach.
(Bild: Schaeffler AG)

Ausgehend von den weiter schwachen wirtschaftlichen Marktbedingungen und dem unbefriedigenden Ergebnis der Sparte Industrie in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 hat der Vorstand der Schaeffler AG beschlossen, die Effizienzmaßnahmen zur Revitalisierung der Sparte Industrie zu verstärken.

Erste Kostensenkungsmaßnahmen weitgehend umgesetzt

Nachdem im Programm „Core” erste Kostensenkungsmaßnahmen mit Schwerpunkt Deutschland weitgehend umgesetzt wurden, soll darüber hinaus weitere Maßnahmen aufgesetzt werden, die auch Regionen außerhalb Deutschlands und Funktionsbereiche betreffen, die nicht direkt der Sparte Industrie zugeordnet sind. Ziel der Maßnahmen ist es, die Strukturen im Industriegeschäft zu verschlanken, Herstellungs- und Verwaltungskosten zu verringern und so das Ergebnis der gesamten Sparte Industrie nachhaltig zu verbessern.

Dazu will Schaeffler die Werksstrukturen in den Regionen Europa und Americas konsolidieren und Stellen in den industrienahen Verwaltungsbereichen abbauen. Insgesamt rechnet das Unternehmen mit einem Abbau von etwa 500 Stellen. Dadurch soll das Ergebnis der Sparte in den nächsten drei Jahren um rund 60 Millionen Euro verbessert werden. Das Unternehmen hat den Dialog mit den relevanten Arbeitnehmervertretungen eingeleitet. Die Höhe der erforderlichen Rückstellungen für die Restrukturierung steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Neue Produkte sollen vorhandene Kapazitäten auslasten

Gleichzeitig forciert Schaeffler mit dem Core-Programm die Maßnahmen, die die Sparte Industrie trotz der aktuell schwierigen Marktbedingungen auf einen Wachstumskurs zurückführen sollen. Dazu gehören unter anderem Produktstrategien zur Auslastung der vorhandenen Kapazitäten mit neuen und kostenoptimierten Produkten. Dazu sagt Dr. Stefan Spindler, Vorstandsmitglied der Schaeffler AG und CEO der Sparte Industrie: „Wir haben uns vorgenommen, die Ebit-Marge der Sparte Industrie bis 2018 auf 10 % bis 11 % zu verbessern. Das kann uns nur gelingen, wenn wir bei stabilen Marktverhältnissen unsere Kosten optimieren, die vorhandenen Kapazitäten besser auslasten und zugleich unsere Vertriebsanstrengungen forcieren.”

Die Sparte Industrie beschäftigt aktuell rund 6700 Mitarbeiter in direkten und indirekten Bereichen. Neben sieben Werken, die direkt der Sparte Industrie zugeordnet werden, wird die Sparte Industrie aus insgesamt 36 Werken des Bereiches Bearing & Components Technologies beliefert. Der Bereich Bearing & Components Technologies bündelt als interner Zulieferer einen Großteil der Wälzlager-Produktion der Schaeffler Gruppe und versorgt sowohl die Sparte Automotive als auch die Sparte Industrie mit Wälzlagerprodukten. Darüber hinaus wird ein Großteil der Dienstleistungen und Support-Aufgaben, die die Sparte Industrie nutzt, von Einheiten zur Verfügung gestellt, die nicht unmittelbar der Sparte Industrie zugeordnet sind.

Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender von Schaeffler, sagt: „Die Sparte Industrie ist integraler Bestandteil des Geschäftsmodells der Schaeffler Gruppe und unserer Strategie ‚Mobilität für morgen'. Wir werden alles daran setzen, die Sparte auf einen nachhaltigen Erfolgskurs zurückzuführen.” (kj)

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