Pilz Schießen und schützen: SafetyEYE überwacht Gefahrenzone einer Kernschießmaschine

Redakteur: Reinhard Kluger

SafetyEYE in voller Aktion auf der GIFA in Düsseldorf: Vom 12. bis 16. Juni 2007 konnte man auf der Gießereifachmesse in Augenschein nehmen, wie sich die Gefahrenzone einer Kernschießmaschine störungsfrei und betriebssicher überwachen lässt, ohne dass eine Vielzahl von Sensoren erforderlich ist.

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SafetyEYE von Pilz, Ostfildern, ein sicheres Kamerasystem überwacht die Be- und Entladeseite der Maschine mit zwei voneinander unabhängigen Warn- und Schutzräumen. Wenn ein Mitarbeiter einen der beiden Warnräume betritt, löst er ein optisches oder akustisches Signal aus. Er merkt somit, dass er sich einem Gefahrenbereich nähert. Betritt er den eigentlichen Schutzraum, stoppt sofort die Maschine. Der besondere Nutzen dieser Applikation des sicheren Kamarasystems liegt darin, dass sich mit nur einem System zwei unabhängige Bereiche überwachen lassen.

Produziert ohne Pausen für Wartung oder Reinigung

L-Twin heißt die Zwillings-Kernschießmaschine, die konsekutiv mit zwei Werkzeugen arbeitet. In einem Maschinengestell sind rechts und links Werkzeugeinheiten aufgespannt, die Schießeinheit in der Mitte wird jeweils zum rechten oder linken Werkzeug verfahren, um von oben das Sand-Binder-Gemisch einzufüllen. Die fertigen Kerne werden auf Zwillingsbändern ausgetragen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Doppelte Produktion pro Schicht, allein durch die bessere Werkzeugnutzung. Aber die L-Twin kann noch mehr. Sie ist begehbar und die obere Werkzeughälfte kann in eine beliebige vertikale Position geschwenkt werden. Dadurch lässt sie sich leicht, problemlos, schnell und ohne Gefahr reinigen, fast im laufenden Betrieb.

Sicherheit gibt es von ganz oben

Der offene Aufbau der Kernschießmaschine stellte Laempe allerdings vor ein Problem: Wie können Bedienungspersonal und andere Betriebsangehörige vor Unfällen geschützt werden? Normalerweise müssten mehrere Scanner und Sicherheitslichtschranken den Betrieb der Maschine überwachen. Doch Dipl. Ing. Joachim Laempe fand mit dem sicheren Kamerasystem von Pilz eine praktische Lösung: Wo bisher eine Vielzahl von Sensoren notwendig war, umgibt mit SafetyEYE ein dreidimensionaler, maßgeschneiderter Schutzkokon den Gefahrenbereich. Das Gesamtsystem besteht aus zwei Komponenten: einer Sensor- und einer Steuereinheit. Die aus drei hoch dynamischen Kameras bestehende Sensoreinheit befindet sich über der Maschine. Von ganz oben scannt sie kontinuierlich die zu überwachende Maschine und liefert die Bilddaten des zu überwachenden Raumes per Lichtwellenleiter an die Steuereinheit. Diese berechnet daraus anhand hochkomplexer Algorithmen ein räumliches Bild. Im Vergleich mit den im System konfigurierten Schutzzonen lässt sich dann schnell und einfach feststellen, ob der Schutzraum verletzt wurde.

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