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Somit konnte der erhöhte Schwierigkeitsgrad der engen Kartons, im Prozess, mit einem einfachen Trick, neutralisiert werden. Die gesamte Peripherie der Anlage wird von der Robotersteuerung betrieben. Hierunter fallen der Rollenförderer zur Zu- und Abförderung der Kartons mit Stoppern und Zentrierung sowie eine Ionisierungsstation, die das Anhaften der Dosen durch statische Aufladung verhindert. Hierdurch werden bereits sechs Einzelfunktionen abgebildet.
PC-Programme überwachen die Peripherie
Die in Summe in der Anlage verbauten Sensoren, Sperren und Abfragen von Positionen belegen 16 Eingänge der 32 standardmäßig vorhandenen Ein- und Ausgänge der Kawasaki Steuerung. PC Programme (Prozess Control Programme), die zusätzlich zum eigentlichen Roboterprogramm ablaufen überwachen die Peripherie sowie Einzelzustände der Anlage, so dass die Steuerung und Verwaltung aller Funktionen mühelos vom Roboter durchgeführt werden können.
Ein weiteres Highlight ist die individuelle Anpassung des Arbeitsbildschirms auf dem Kawasaki Bediengerät (User Interface). Mit Hilfe des Kawasaki Interface Panels werden Funktionen und Zustände der Anlage über Softwareschalter angezeigt und auf einfache Weise bedienbar gemacht. Der Touchscreen des Handbediengeräts oder Teach Pendants dient dabei als Schaltfläche. Durch Knopfdruck können für diese Applikation alle relevanten Hand- und Automatikfunktionen gesteuert werden. Weiterhin wird die gesamte Anlagensteuerung mit allen unterschiedlichen Zuständen ebenfalls über individuell eingerichtete Visualisierungsbildschirme angezeigt und bedient.
So lassen sich Kosten sparen
Insgesamt acht solcher Bedienbildschirme oder User Interfaces mit jeweils bis zu 28 Einzelfunktionen können bei Bedarf generiert werden. Ein großer Vorteil, nicht nur für den Bediener. Denn durch den Einsatz des Interface Panels wird effektiv Geld gespart. Es entfallen neben zusätzlicher Hardwarekosten auch Kosten für die Installation der Komponenten und zusätzliche Elektrodokumentation. In vielen Fällen kann durch die Nutzung der PC Programme und der Bedienbildschirme auf den Einsatz einer zusätzlichen SPS verzichtet werden. In jedem Fall ein nicht zu unterschätzender Posten in der Gesamtkalkulation eines solchen Projekts.
Die Anbindung der Spritzgussmaschine wird über die im Schaltschrank integrierte Euromap 67 Schnittstelle realisiert, die eine direkte und definierte Kommunikation zwischen Roboter und Spritzgussmaschine ermöglicht. Diese Schnittstelle ist eine Entwicklung der Firma GS für Kawasaki Robotics, die auch anderen Kunden zur Integration von Spritzgussmaschinen zur Verfügung steht. [klu]
* Carsten Stumpf, Kawasaki
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