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Energietechnik Schneekugelprinzip für Solarzellen

| Redakteur: Carina Schipper

Die Entwicklung „Snow Globe Coating“ zählt zu den zehn besten und innovativsten Patentanmeldungen 2013 in Österreich. Dr. Angelika Basch und der Student Florian Pfeffer von der FH Oberösterreich erhalten dafür die Auszeichnung „Inventum“.

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„Snow Globe Coating“ gehört zu den zehn besten patentierten Erfindungen 2013.
„Snow Globe Coating“ gehört zu den zehn besten patentierten Erfindungen 2013.
(Bild: FH Oberösterreich)

Innerhalb des Projekts fanden die beiden Oberösterreicher einen Weg die Effizienz von Solarzellen zu steigern. „Ähnlich wie bei Schneekugeln für Kinder verteilen wir eine feine flüssige Partikelschicht aus Titandioxid – ein weißes Material mit hoher Brechzahl in einer Flüssigkeit bildet damit eine reflektierende Schicht – auf dünne Solarzellen. Die Partikel sinken aufgrund der Gravitation ab. Nach dem Trocknen bleibt eine selbstorganisierte Schicht zurück, die im Gegensatz zu herkömmlicher Farbe frei von jeglichen Bindemitteln und somit hoch reflektierend ist“, beschreibt Basch das angewandte Verfahren.

Die Schwerkraft lässt die Titandioxid-Teilchen zu Boden sinken, wo sie eine reflektierende Schicht bilden, erklärt die Wissenschaftlerin.
Die Schwerkraft lässt die Titandioxid-Teilchen zu Boden sinken, wo sie eine reflektierende Schicht bilden, erklärt die Wissenschaftlerin.
(Bild: FH Oberösterreich)
Die Forschung steht durch die Bachelorarbeit von Florian Pfeffer auch in Zusammenhang mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg. Dort untersuchte der Student hocheffiziente bi-facialen Siliziumsolarzellen in Verbindung mit „Snow Globe Coating“. Die Ergebnisse der Tests befinden sich zum Teil noch in der Auswertung. „Die vorliegenden Testresultate belegen, dass diese simple Beschichtungsmethode, die mit einfachsten Labormitteln durchgeführt werden kann, zu erheblichen Verbesserungen in der Effizienz einer dünnen Siliziumsolarzelle führen kann.“, erklärt die Wissenschaftlerin. Auch in Zukunft wollen Basch und Pfeffer die Kooperation mit den Freiburgern fortsetzen und so die Technologie vorantreiben.

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