Modul-Anschlussdosen für Photovoltaik

Schnell angebaggert: Zuverlässige Verbindungstechnik für den sicheren Produktionsprozess

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Die neue Verbindungstechnik von Phoenix Contact, die als „Bagger-Kontakt“ bezeichnet wird, wurde speziell für Fertigungslinien mit einem hohen Automatisierungsgrad entwickelt. Die Kernidee dieser Technologie basiert auf Federkraft. Damit ist eine zeitgleiche Kontaktierung aller Querverbinder in weniger als 2 s ohne Verfahren der Automatisierung möglich.

Dies wird durch geöffnete Kontakte erreicht - zur Kontaktierung muss die Feder nur nach unten gedrückt werden. Zeitraubende Montageschritte – Klammern öffnen, Flachband-Kabel ausrichten, Lötmittel auftragen und löten – entfallen.

Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität des Kontakts. Er kann mehrmals verwendet werden, ohne dass sich der Kontaktwiderstand erhöht. Dies kann beispielsweise erforderlich sein, wenn ein Funktions-Upgrade vorgenommen wird - etwa beim Nachrüsten einer Not-Aus-Funktion oder beim Austausch nach einer Fehlfunktion. Diese Schritte können durch Entfernen der Einbauelemente vorgenommen werden, da das Gehäuse der Modul-Anschlussdose auf dem Modul befestigt ist. Es ist nicht erforderlich, eine neue Box oder gar ein neues Modul anzubringen.

Die Montage der Sunclix-Modul-Anschlussdose kann auf verschiedene Arten erfolgen. Eine einfache Automatisierung mit Greifarm und Druckmechanismus reicht aus. Kombiniert mit dem Bagger-Kontakt kann die übliche Zykluszeit für automatisiertes Löten um zwei Drittel reduziert werden. Eine kostenintensive Montage von Hand kann entfallen.

Der Sunclix-Bagger-Kontakt – Technische Daten

Als neues Mitglied der Sunclix-Familie wurde der Bagger-Kontakt speziell für PV-Module entwickelt, die auf Wafer-Technologie basieren. Er ist für Ströme mit hoher Stromstärke bis 25 A ausgelegt und kann mit FlachbandKabeln von bis zu 10 mm Breite und 0,1 bis 1,0 mm Stärke verbunden werden. Der Kontakt des Federanschlusses wurde entsprechend der Standards IEC 60999 entworfen und hält diese ein. Er entspricht außerdem den gesetzlichen Empfehlungen für industrielle Steckverbinder.

Alle Komponententeile der Modul-Anschlussdose entsprechen den jeweiligen gesetzlichen Anforderungen. Die Kunststoffteile entsprechen der RoHS-Richtlinie und erfüllen die Anforderungen hinsichtlich Ammoniak- und Feuerbeständigkeit sowie der Schutzklasse IP67. Alle Funktionen werden in zertifizierten Labors fortwährend unter normativen Rahmenbedingungen getestet.

Zubehör der Modul-Anschlussdose

Die Modul-Anschlussdose wird auf der Rückseite des Moduls mithilfe von Ein- oder Zweikomponenten-Silikonen oder Klebepads befestigt. Die Gesamthöhe der Modul-Anschlussdose beträgt nach der Befestigung am Modul 26 mm. Um Verlustleistungen bei Verschattung oder Modulausfällen zu reduzieren, verfügt sie über Bypass-Dioden. Je nach generiertem Nennstrom und der erforderlichen Sperrspannung sind unterschiedliche Dioden verwendbar.

In den meisten Fällen verwenden Hersteller eine Modul-Anschlussdose mit integrierter Verkabelung und Steckern. Die von Phoenix Contact hergestellte Sunclix für kristalline Module kann mit Kabeln mit einem Durchmesser von 5 bis 7,5 mm verwendet werden. Dies entspricht einem Leiterquerschnitt von 2,5 bis 6 mm und ist mit UL- und Multinorm-Kabeln kompatibel.

Das Kabel und die Stecker werden an einer vorgegebenen Position in sicheren Haltern auf jeder Seite der Modul-Anschlussdose befestigt. Dies sorgt für eine sicherere Handhabung während der Montage und vereinfacht den Transport der Module. Denn bei einem plötzlichen Stoß können nicht fixierte Stecker beispielsweise das Modul beschädigen.

Ein weiterer Vorteil von fixierten Kabeln und Steckern zeigt sich bei der finalen Leistungsklassifizierung, dem Flash-Test. Durch die vorgegebene Position der Stecker ist eine automatische Strommessung möglich.

* Andreas Beck, Produkt-Manager Pluscon solar, Phoenix Contact, Blomberg

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