Trend im Maschinenbau

Schritt für Schritt mehr IO-Link

12.09.2011 | Redakteur: Ines Stotz

Prozentsatz der befragten Maschinenhersteller (2007 bis 2011), die IO-Link nutzen oder einführen wollen <em id="ForP_6313AC21-D6DD-5157-B7DC2265620FDA3F">Grafik: Quest TechnoMarketing</em>
Prozentsatz der befragten Maschinenhersteller (2007 bis 2011), die IO-Link nutzen oder einführen wollen <em id="ForP_6313AC21-D6DD-5157-B7DC2265620FDA3F">Grafik: Quest TechnoMarketing</em>

Die im Jahr 2006 vorgestellte Datenübertragungstechnologie IO-Link - eine feldbusneutrale Schnittstelle, die die Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen E/A-Baugruppen und Sensoren kommunikationsfähig macht – gewinnt zunehmend an Akzeptanz: Während 2007 nur ein Prozent der deutschen Maschinenbauer IO-Link einsetzten, sind es jetzt laut einer Marktuntersuchung von Quest Techno-Marketing immerhin zwölf Prozent

Als IO-Link im Jahr 2006 vorgestellt wurde, war noch nicht vorauszusehen, ob es gelingt, einen allgemein akzeptierten Standard zu schaffen, mit dem sich Sensoren und Aktoren einfach an ein Automatisierungssystem anbinden lassen. Vorteil des Punkt-zu-Punkt-Kommunikationssystems ist vor allem, dass die vorhandene 2/3-Verdrahtung genutzt werden kann. Für Diagnose und Parametrierung von Sensoren entfällt damit die sonst notwendige zusätzliche Ader. Für analoge Sensoren spart IO-Link die Analog-Boxen ein. Auch die bei Analogsensoren oftmals notwendige Schirmung der Leitung entfällt. Die Mitglieder des IO-Link-Konsortiums erhofften sich damit eine einfachere und preisgünstigere Lösung für Endkunden zu schaffen.

Dies scheint nun aufzugehen, denn Studien belegen die zunehmende Akzeptanz in immer mehr Maschinenbau-Branchen. So hatten laut der Marktuntersuchung von Quest Techno-Marketing 71 Prozent von 300 untersuchten Maschinenbauern im Jahr 2007 auf diese Vorteile mit positiver Resonanz reagiert. Ein Prozent dieser Maschinenbauer nutzte bereits damals IO-Link. Seitdem erhöhte sich dieser Anteil auf sieben Prozent im Jahr 2009, zehn Prozent im Jahr 2010 und nun zwölf Prozent in diesem Jahr. „Dies kennzeichnet eine kontinuierliche, schrittweise Entwicklung, wie sie für die prüfende Einführung einer neuen Technologie durchaus charakteristisch ist“, so die Einschätzung von Thomas Quest, Geschäftsführer von Quest TechnoMarketing.

Gleichzeitig setzen Maschinenbauer in immer mehr Branchen IO-Link ein. Dies zeigt, dass Maschinenbauer in IO-Link branchenübergreifend für unterschiedliche Anwendungen einen Nutzen sehen. Gehörten im Jahr 2007 die beiden Branchen Werkzeugmaschinen und Verpackungsmaschinen zu den Pionier-Branchen, so traten seit 2009 weitere Branchen wie Holzbearbeitungsmaschinen, Robotik + Automation, Fördertechnik und Nahrungsmittelmaschinen hinzu. In diesem Jahr nutzen bereits neun von zehn automatisierungsrelevanten Maschinenbau-Branchen IO-Link.

Nutzung von IO-Link in den Maschinenbau-Branchen 2007 bis 2011 <em id=Grafik: Quest TechnoMarketing" title="Nutzung von IO-Link in den Maschinenbau-Branchen 2007 bis 2011 Grafik: Quest TechnoMarketing" class="img_1" />
Nutzung von IO-Link in den Maschinenbau-Branchen 2007 bis 2011 Grafik: Quest TechnoMarketing

Studien seit 2007

Vier Quest Studien verfolgen seit 2007 die Einführung von IO-Link: Die Trends zu IO-Link basieren auf Marktuntersuchungen von Quest TechnoMarketing aus den Jahren 2007, 2009, 2010 und 2011. Die diesjährige Quest Studie „Was der Maschinenbauer in der Automation 2011 ändern will“ wurde im Januar/Februar durchgeführt und umfasste knapp 250 repräsentative Maschinenbaufirmen. Highlights, Inhaltsverzeichnis und Budget der Studie stehen unter http://www.quest-technomarketing.de als Download bereit.

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