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Prozessleitsystem Schritt für Schritt zur Top-Technik

| Autor / Redakteur: Ines Näther / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Vielseitig und stark, etwa in Textilfarben und –pflege sowie Bauchemie – CHT R. Beitlich bietet keine Hilfsstoffe von der Stange. Veraltete Technik stand der Produktion der ganzheitlichen Spezialitätenchemie im Weg. Bei der Suche nach einer modernen, passenden Lösung hat nur ein System alle Anforderungen erfüllt.

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Mit vielen der über 100 chemischen Produktionsanlagen stellt CHT bis zu 100 unterschiedliche Produkte flexibel her. Zeit, für den Einsatz neuester Technik, die genau passt.
Mit vielen der über 100 chemischen Produktionsanlagen stellt CHT bis zu 100 unterschiedliche Produkte flexibel her. Zeit, für den Einsatz neuester Technik, die genau passt.
(Bild: © Michal Ludwiczak - Fotolia)

Die dezentrale Steuerungstechnik mit isolierter BDE war in die Jahre gekommen. Statt die Produktion zu optimieren, hat sie Ressourcen beansprucht: Änderungen am System waren aufwändig, Ersatzteile nur mehr schwer zu beschaffen. „In den vergangenen Jahren zeichnete sich ab, dass die historisch gewachsene Technik in absehbarer Zeit nicht mehr mit den steigenden Anforderungen Schritt halten würde“, sagt Günther Schätzle, Leiter Betriebstechnik bei CHT R. Beitlich. Die Anforderungen an die Produktqualität und den Qualitätsnachweis, die Prozesssicherheit sowie die gesetzlichen Sicherheitsvorgaben hatten sich verändert. „Darüber hinaus hat uns die alte Technik bei der schnellen Umsetzung neuer Anforderungen eingeschränkt“, ergänzt Schätzle. Drei Tage habe es zum Beispiel gedauert, um nur ein zusätzliches Ventil einzubauen und in Betrieb zu nehmen. Hinzu kamen vermehrt auftretende Geräteausfälle.

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Die veraltete und anfällige sowie unflexible Steuerungs-, Visualisierungs- und BDE-Technik sollte durch eine neue abgelöst werden, die dem Stand der Technik entspricht. „Eine Vollautomatisierung der Anlagen war dabei ganz klar nicht erstes Ziel“, so Schätzle, „für unsere Multifunktionsanlagen wäre sie zu aufwändig geworden.“

83 Anlagen an 2 Standorten

CHT produziert Spezialchemikalien für die Bereiche Textil, Textilpflege, Bauchemie und Spezialchemikalien mit kundenorientierter Produktentwicklung und einem großen, weiter wachsenden Produktspektrum. Den überwiegenden Teil des Umsatzes erzielt das Unternehmen mit komplexen Produkten, die vornehmlich an den Produktions- und Logistikstandorten Dußlingen und Oyten hergestellt werden.

Dort betreibt CHT über 100 Anlagen, darunter verschiedene Versorgungsanlagen sowie eine Vielzahl von Mischkesselanlagen und Chemiereaktoren. Viele Produktionsanlagen sind als Multifunktionsanlagen ausgelegt, die für die Herstellung von bis zu 100 unterschiedlichen Produkten flexibel eingesetzt werden.

B&R-Prozessleitsystem Aprol setzt sich durch

In einer ausführlichen Evaluation hat ein aus CHT-Mitarbeitern gebildetes Expertenteam 3 verschiedene Prozessleitsysteme und die Steuerungs- und Visualisierungstechnik zweier Anbieter anhand einer umfangreichen Beurteilungsmatrix im Detail untersucht und bewertet. B&R bekam den Zuschlag. „Einer der Hauptgründe ist, dass das Leitsystem von B&R – im Gegensatz zu den anderen Systemen – eine schrittweise Migration optimal unterstützt. Aprol erlaubt es, die Produktionsanlage sukzessive auf das neue Prozessleitsystem umzustellen, während parallel die alten Systeme weiterlaufen.“

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