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Sensorik Sensor am Kabel erkennt defekte Elektrogeräte

| Redakteur: Hendrik Härter

Ein Sensor auf einem Stromkabel überwacht den Verbrauch bei elektrischen Geräten in Gebäuden oder Industrieanlagen. Stellt der Sensor einen erhöhten Stromverbrauch fest, lassen sich Gegenmaßnahmen einleiten.

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Wieviel Strom fließt durch die Leitung? Forscher des MIT haben ein Sensor-System entwickelt, um ungewöhnlich hohe Verbräuche aufzuspüren.
Wieviel Strom fließt durch die Leitung? Forscher des MIT haben ein Sensor-System entwickelt, um ungewöhnlich hohe Verbräuche aufzuspüren.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Forscher am MIT haben einen speziellen Sensor entwickelt, mit dem der Stromverbrauch mehrerer elektrischer Geräte überwacht werden kann: Das NILM-System steht für Non-instrusive Load Monitoring und besteht neben dem Sensor aus einem Dashboard. Dieses zeigt die Schwankungen an und es lassen sich Rückschlüsse über den Status der angeschlossenen elektrischen Geräte ziehen. So kann das Überwachungssystem beispielsweise in Fabriken, Hochhäusern oder sogar Schiffen eingesetzt werden.

Der Sensor wird an der Außenseite des Kabels angebracht. Das hat den Vorteil, dass man das Kabel nicht beschädigt. Gemessen wird der Strom, der durch das Kabel fließt. Somit kann der Sensor verschiedene Geräte überwachen, die über das Kabel mit Energie versorgt werden. Kommt es zu Schwankungen bei der Stromstärke, so erfasst der Sensor das. Beispielsweise wenn Geräte ein- oder ausgeschaltet werden.

Wenn elektrische Geräte zu viel Strom ziehen

Aufbauend auf den Messwerten stellt das Sensor-System fest, wann und ob angeschlossene elektrische Geräte laufen (oder wenn es nicht laufen soll), oder es lässt sich feststellen, ob mehr Energie verbraucht wird, als notwendig. Das lässt Rückschlüsse auf einen Defekt zu. Ein sich anbahnender Fehler lässt sich dann auf dem Dashboard darstellen. Jeder einzelne Verbraucher lässt sich mit einer Anzeige auf dem Dashboard darstellen.

Bereits erfolgreich eingesetzt wurde das Sensor-System auf einem Schiff der US-Küstenwache. Zwei der NILM-Sensoren überwachten etwa 20 verschiedene Geräte. Tatsächlich meldete die Technik einen erhöhten Stromverbrauch bei der Wasserkühlung eines Dieselmotors. Techniker ermittelten eine beschädigte Isolierung. Zudem entwickelte sich bereits Rauch. Hätte man nicht frühzeitig den Fehler entdeckt, wäre ein Brand ausgebrochen. Ein weiterer Vorteil der Neuentwicklung besteht zudem darin, dass es sich um ein geschlossenes System handelt. Eine Verbindung zum Internet ist daher nicht notwendig, wodurch Hacker-Attacken deutlich erschwert werden.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal Elektronikpraxis.de.

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