Induktive Sensorik

Sensoren für’s Extreme

22.02.2011 | Autor / Redakteur: Ines Näther / Ines Stotz

Trotz Metallspäne und Schweißspritzer gewährleisten die IC-Prox-Sensoren immer eine sichere Funktion.
Trotz Metallspäne und Schweißspritzer gewährleisten die IC-Prox-Sensoren immer eine sichere Funktion.

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IControls entwickelt Lösungen für die passgenaue Integration von Elektronik für extreme industrielle Anwendungen. Mit einer neuen, patentierten Technologie kann jetzt erstmalig induktive Sensorik als vollwertiges mechanisches Element einer Maschinen- und Werkzeugkonstruktion eingesetzt werden – sogar als echter Festanschlag.

„Wir sind Spezialisten für extreme Anwendungen“, erklären Ralf Schmidt und Peter Lutz, die beiden Gründer des jungen Startup-Unternehmens. Wir befinden uns in München-Pasing in der Zweigstelle des jungen Unternehmens, das seinen Hauptsitz im pfälzischen Freinsheim hat. Die beiden Geschäftsführer sprühen vor Begeisterung über ihre Entwicklung, von der sie finden, dass es an der Zeit ist, sie dem Markt bekannt zu machen. So ist das, was sie mit ihrer patentierten IC-Prox-Technologie zeigen, tatsächlich erstaunlich.

Ohne viel Worte zu machen, belegt Ralf Schmidt in seiner Live-Vorführung ein Markenprodukt und den neu entwickelten Edelstahl-Sensor, die sich nebeneinander befinden, mit einem Metallspan. Während der Fremdsensor sofort gestört wird, erkennt das IC-Prox-Gerät den Störeinfluss, zeigt diesen getrennt an und ist weiter uneingeschränkt betriebsbereit. Sogar eine Vielzahl von Spänen und selbst Schweißspritzer führen zu keiner Störung. Dahinter steckt eine intelligente Methode, Fehlsignale zu verhindern, wie sie eben zum Beispiel durch Metallpartikel oder Schweißspritzer entstehen können. Damit eignen sich die IC-Prox-Sensoren perfekt für den Einsatz in der Metallverarbeitung, insbesondere in Zerspanungs- und Widerstandschweißmaschinen. „Es ist die einzige Technologie, mit der unabhängig vom Schaltabstand Späne von einer metallischen Vollfläche unterschieden werden können“, erklärt Ralf Schmidt. Das ist noch nicht alles, denn es gibt andersherum auch Anwendungen in der Industrie, bei denen wir Späne erkennen wollen: „Auch das funktioniert“, versichert der Fachmann.

Weitere Versuchsanordnungen zeigen eindrucksvoll die Stör-Unempfindlichkeit der Sensoren, etwa wenn in unmittelbarer Nähe starke Magneten aufgesetzt oder ein Elektromotor mit starkem Funkenfeuer gestartet wird – aufgrund einer Spule ohne Ferritkern sind die Sensoren völlig unempfindlich gegenüber Erschütterungen und elektromagnetischen Störfeldern. Sie lassen sich daher in unmittelbarer Nähe zu Widerstandsschweißanlagen oder Elektromotoren betreiben.

Zwischen Metallen differenzieren

Unabhängig vom Abstand zum detektierten Objekt können die Sensoren zwischen einer Reihe von Metalllegierungen sicher differenzieren, wobei diese Fähigkeit auch in einem einzigen Gerät mit separaten Schaltausgängen realisiert sein kann. „Der kombinierte Einsatz etwa eines Stahl- mit einem Messingtarget eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten in der Prozessüberwachung“, stellt Ralf Schmidt fest. Auch das untermauert er mit einem Beispiel und legt einen IC-Prox-Sensor in Ringform auf den Tisch, der auf eine Schweißelektrode geteacht wurde. Nachdem der Sensor das Kupferstück sicher detektiert hat, legt er nacheinander verschiedene Materialien aus Eisen, Aluminium und Messing in den Ring – die alle ignoriert werden. „Auch Manipulation lässt sich ausschließen“, ergänzt der Entwickler und zeigt, wie der Sensor abschaltet, wenn zusätzlich zur Kupferelektrode noch ein Schraubendreher in den Erfassungsbereich gehalten wird.

Im Unterschied zu konventioneller Technik sind die IC-Prox-Sensoren auch bestens für die verschleißfreie Positionserfassung geeignet. „Mittels spezieller Targets kann eine ähnlich hohe Schaltgenauigkeit erzielt werden, wie bei rein mechanischen Endschaltern oder Grenztastern“, beschreibt Ralf Schmidt.

 

IControls

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