Contrinex Sensorik und Telematik protokollieren fortlaufend Schneepflugpositionen

Redakteur: Reinhard Kluger

Damit Fahrzeugführer im Winterdienst ihre Einsätze nicht mehr protokollieren müssen, hat die Afusoft Kommunikationstechnik GmbH ein System entwickelt, das den Mitarbeitern diese Last abnimmt. Zudem kann es im Streitfall beweisen, wann und wo geräumt oder gestreut wurde. Dafür wird unter anderem die Position des Räumschilds sensorisch überwacht.

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Deutschland ein Wintermärchen, aber nicht überall. Einigen Kommunen in Norddeutschland ging zwischenzeitlich sogar das Streusalz aus. Die Räumfahrzeuge waren häufig im mehrschichtigen Dauereinsatz. Für die Männer (und Frauen) auf den Räumfahrzeugen war bisher jedoch nach dem eigentlichen Einsatz noch nicht Feierabend: Für jede Einsatzfahrt musste ein Protokoll erstellt werden, in dem genau aufgeführt ist, wann welches Fahrzeug wo wie lange geräumt oder/und gestreut hat. Der Grund hierfür: Nach witterungsbedingten Unfällen müssen die Straßenmeistereien nachweisen können, dass sie ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen sind. Seit dieser Wintersaison sind jedoch auch Fahrzeuge im Einsatz, bei denen dank modernster Telematik diese aufwendige Nacharbeit entfällt. „state-of-the-art“-Kommunikationstechnik sowie eine robuste und leistungsfähige Sensorik ermöglichen das vollautomatische Erfassen, Verarbeiten und Übermitteln dieser Daten.

Ortet auch Yachten und Werttransporter

Entwickelt wurde die moderne Telematik von der baden-württembergischen Afusoft Kommunikationstechnik GmbH. Die Spezialisten für Kommunikations-, Navigations- und Sicherheitstechnik entwerfen und fertigen für Speditionen, Autobahnmeistereien, Sicherheitsdienste, Feuerwehren sowie Verkehrsbetriebe Systemlösungen für unterschiedliche Problemstellungen. Dazu gehört neben dem Flotten- auch das Baustellen- und Fahrplanmanagement. Ebenso werden Afusoft-Systeme in Werttransportern und Yachten zur Ortung und zum Diebstahlschutz eingesetzt.

Gegen Schnee, Eis und Streusalz immun

Bei dem Telematikprojekt für die Winterdienstfahrzeuge galt es, nicht nur deren Position über GPS festzustellen, sondern ebenfalls die jeweiligen Betriebsarten zu protokollieren. Daher mussten neben der Positionserfassung auch die jeweiligen Räumschild- und Streueinsätze sowie die verbrauchte bzw. noch vorhandene Streugutmenge von dem Afusoft-System automatisch erfasst, aufgezeichnet und verschlüsselt zur Nachbearbeitung in die Dienststelle bzw. Straßenmeisterei gefunkt werden. Winterliche Temperaturen, Feuchtigkeit, Schmutz, Schnee und Streusalz sowie Erschütterungen und Stöße stellen dabei sehr hohe Anforderungen an die verwendeten Bauteile. So entschieden sich die Konstrukteure für einen robusten Sensor von Contrinex zur Erkennung der Räumschildposition.

Großer Erfassungsabstand

Der induktive Näherungsschalter der Serie 700 ist durch eine Edelstahlhülse aus einem Stück geschützt, die auch die aktive Fläche umgibt. Dadurch erreicht der Sensor in der verwendeten Variante mit PUR-Kabel die höchsten Schutzarten IP68 & IP69K und ist nicht nur absolut staub- und wasserdicht, auch aggressive Streusalze können dem Sensor nichts anhaben. Dank des von Contrinex patentierten Condet-Verfahrens für induktive Näherungsschalter werden dabei dennoch außergewöhnlich große Erfassungsabstände, die die Werte herkömmlicher Hochleistungssensoren mit Kunststoffkappe erreichen oder sogar übertreffen sowie ein minimaler Reduktionsfaktor bei leitenden Nichteisenmetallen erreicht. Mit einem Betriebstemperaturbereich von -25 bis +70 °C ist der Schalter zudem auch für winterliches Wetter geeignet.

Dank Edelstahlgehäuse sicher in rauen Umgebungen

Die Näherungsschalter der Serie 700 hat Contrinex als Hersteller von Sensoren im Hochleistungs- und Standardsegment explizit für den Einsatz in rauen Umgebungen entwickelt. Alle Sensoren der Serie werden aus einem einzigen Edelstahlstück inklusive der aktiven Fläche gefertigt und bieten sowohl außergewöhnlich große Erfassungsabstände als auch einen minimalen Reduktionsfaktor bei leitenden Nichteisenmetallen. Diese Kombination aus Robustheit und Feinfühligkeit lässt die Sensoren in unterschiedlichen Anwendungsbereichen zur ersten Wahl werden.

Die mit V2A-Edelstahl umhüllten Sensoren erreichen bei Kabelanschluss die Schutzarten IP68 & IP69K und sind damit vielseitig einsetzbar. Dank des Condet-Verfahrens erkennen die „700er“ Aluminium genauso gut wie Stahl und erreichen Schaltabstände bis zu 40 Millimetern bei relativ hohen Schaltfrequenzen. Für den Umgang mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln, chloridhaltigen Medien oder organischen Säuren bietet Contrinex die Sensoren auch aus V4A-Stahl (DIN 1.4435, AISI 316L) an. In der Ausführung mit dem lebensmittelechten TPE-S- oder PUR-Kabel erreichen die Sensoren ebenfalls die höchsten Schutzarten IP68 & IP69K und sind damit auch gegen Hochdruck- und Dampfstrahlen resistent – vor allem in der Nahrungsmittelindustrie mit ihren strengen Hygiene- und Reinigungsvorschriften ein wichtiger Faktor. Die Schaltabstände sind bei den besonders korrosionsbeständigen Ausführungen indes die gleichen wie bei den V2A-Ausführungen.

Wahlweise als Öffner oder Schließer

Die induktiven Näherungsschalter der Serie 700 sind in den Baugrößen M8 (nur V2A), M12, M18 sowie M30 lieferbar, jeweils zum bündigen oder nicht bündigen Einbau. Der Anschluss erfolgt wahlweise per fest verbundenem Kabel oder S12-Stecker (beim M8 auch mit S8-Stecker). Alle Sensoren sind wahlweise als NPN- sowie PNP-Version und als Öffner oder Schließer lieferbar. Um auf den ersten Blick zu erkennen, ob sich der Näherungsschalter innerhalb des Schaltbereichs befindet, sind alle Sensoren mit einer LED ausgerüstet. Wie bei Contrinex selbstverständlich, sind alle wichtigen Schutzfunktionen eingebaut, wie Kurzschluss- und Überlastungsschutz, Rundum-Verpolungsschutz, Induktions- und EMV-Schutz sowie eine Einschaltnormierung

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