Sensorik Sensorspezialist sieht im Markt der messenden Sensoren großes Potenzial

Autor / Redakteur: Ines Näther / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Immer häufiger wünschen sich Maschinen- und Anlagenbauer detailliertere Informationen über den Zustand des gerade laufenden Prozesses, um ihn präziser regeln zu können. Vor allem in zunehmend komplexeren Vorgängen ist es daher sinnvoll, analoge, also messende Sensoren einzusetzen. Dank seines fundierten Entwicklungs- und Produktions-Know-hows bietet Baumer dafür ein umfassendes Portfolio an Standardsensoren.

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Für jede Messaufgabe des Kunden die passende Sensortechnik anzubieten, ist das erklärte Ziel bei Baumer. Hier erfasst ein messender Ultraschallsensor den Rollendurchmesser von Folien.
Für jede Messaufgabe des Kunden die passende Sensortechnik anzubieten, ist das erklärte Ziel bei Baumer. Hier erfasst ein messender Ultraschallsensor den Rollendurchmesser von Folien.
( Archiv: Vogel Business Media )

„Wir bieten für jede Messaufgabe die passende Lösung“, so lautet der Slogan bei Baumer, einem im schweizerischen Frauenfeld ansässigen Unternehmen. Die Thurgauer Hauptstadt genießt als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort einen guten Ruf. So ist hier nahezu die gesamte industrielle Branchenvielfalt in der Schweiz vertreten. Einer der größten Arbeitgeber ist die Baumer Group – Hersteller von hochwertigen Sensoren und Systemen für die Fabrik- und Prozessautomation. Heute beschäftigt das Familienunternehmen weltweit rund 2500 Mitarbeiter in 36 Niederlassungen und 18 Ländern. Der langjährige Erfolg begründet sich in dem breit gefächerten Portfolio der Produktsegmente Sensor Solutions, Motion Control, Vision Technologies, Process Instrumentation und Gluing (Klebe-)Systems. „Wir legen Wert darauf, dass wir als Lösungsanbieter unseren Kunden ein breites Spektrum an Standardprodukten anbieten können, denen eine Vielzahl von Sensor-Technologien zugrunde liegt, um so für jede Anwendung die bestmögliche Lösung zu finden“, sagt Daniel Dossenbach, Produktmanager bei Baumer Sensor Solutions.

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Auch die weltweite Präsenz mit entsprechenden Beratungs-, Service- und Qualitätsstandards ist dem global agierenden Unternehmen ein wichtiges Anliegen. „Es gehört zu unseren Stärken, unseren Kunden den Support mit eigenem Personal vor Ort auf allen Erdteilen anbieten zu können.“ Außerdem steht es zu seinen traditionellen Kernwerten Partnerschaft, Präzision und Pionierhaftigkeit. „Das ist das, was Baumer ausmacht“, betont der Produktmanager. Schließlich zahlt es sich auch aus: Zum vierten Mal in Folge hat Baumer Schweiz das Gütesiegel TOP Arbeitgeber erhalten.

Aus diesem Handeln entstehen die Innovationen, die in Produkte und Prozesse umgesetzt werden. Dabei legen die mehr als 70 Ingenieure, die bei Sensor Solutions in Forschung & Entwicklung tätig sind, besonderes Augenmerk auf Miniaturisierung, Präzision sowie Messgeschwindigkeit und Robustheit. Infolgedessen gehört Baumer mit vielen Sensoren zu den Technologieführern auf dem Markt. Ein wichtiges Segment sind die Distanz messenden Sensoren. Daniel Dossenbach und Jürg Weber, ebenfalls Produktmanager bei Baumer Sensor Solutions, erläutern, warum sich das Unternehmen auf dieses Thema fokussiert und welches Potenzial sie darin sehen.

Herr Weber, wie gewährleisten Sie es, für jede Messaufgabe die passende Lösung anbieten zu können?

Wir beherrschen alle Sensortechnologien für die Palette der messenden Sensoren in der Breite und verschiedene Sensorvarianten erweitern unser Portfolio in die Tiefe. Und zwar entwickeln, produzieren und verkaufen wir selbst. So finden wir für jede Aufgabenstellung mit den unterschiedlichsten Materialien des Kunden die passende Technologie in der richtigen Ausführung – im optimalen Kosten-/Nutzenverhältnis. Das ist unser Ziel.

Welche Technologien sind das?

Mit unseren optischen, induktiven, Magnet- und Ultraschall-Sensoren messen wir Distanzen, Linearbewegungen, Füllstände, Winkel, Bewegungen und Breiten. Ich glaube, dass wir mit ein wenig Stolz sagen dürfen, dass wir bei den messenden Sensoren die breiteste und tiefste Produktpalette am Markt haben.

Warum hat Baumer den Fokus gerade hierauf gelegt?

Daniel Dossenbach: Das hat sich primär aus den aktuellen Marktanforderungen ergeben. Während die Kunden bisher in der Applikation mit einer digitalen Information, etwa einer Endposition, zufrieden waren, sind deren Ansprüche an Informationen aus der Maschine massiv gestiegen. Das heißt, der Anwender möchte heute nicht nur einfach eine rudimentäre Regelung oder Überwachung haben, sondern erwartet beispielsweise eine kontinuierliche Füllstands- oder Bahnspannungsregelung. Hier wurde der Bedarf an messenden Sensoren deutlich, denn diese übermitteln mehr und detailliertere Informationen als schaltende. Zudem lässt sich bestimmen, wie schnell und in welche Richtung sich eine Bewegung verändert. Die Maschine oder Anlage lässt sich damit wesentlich effizienter und leistungsstärker steuern, was vor allem in komplexen Prozessen sinnvoll ist. Genauer, früher wissen ist die Devise, um schnell – etwa beim Erreichen von Toleranzgrenzen — reagieren und in den Prozess eingreifen zu können. Somit ist der Kunde in der Lage, die Qualität zu erhöhen und Maschinenstillstände zu reduzieren. Die Idee ist also letztlich, den Prozess feiner steuern und präziser fertigen zu können. Das stärkere Wachstum des Portfolios an analogen Sensoren gegenüber den digitalen bekräftigt uns, auf dem richtigen Weg zu sein.

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