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Handhabung Servo-gesteuerte Druckregelung ermöglicht Materialbestimmung

| Redakteur: Ute Drescher

Mitsubishi Electric hat eine Handlingapplikation mit Druckregelung direkt in den Servoverstärkern entwickelt. Die Anwendung veranschaulicht gleich mehre Besonderheiten von Mitsubishi Electric: die Fremdmotoransteuerung, präzise Direct-Drive-Motoren im Zusammenspiel mit Roboter und Fremdmotoren, SPS-CPU, Motion-CPU und Roboter-CPU zusammen auf der Automatisierungsplattform IQ-Platform, Rückwärtskompatibilität sowie die Anbindung und Darstellung des gesamten Systems auf einem Bedienpanel der GOT2000-Serie.

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Pressure Control: Mitsubishi Electric zeigt auf der Motek eine Handlingapplikation mit Druckregelung direkt in den Servoverstärkern, mit der sich das Material der Werkstücke bestimmen lässt.
Pressure Control: Mitsubishi Electric zeigt auf der Motek eine Handlingapplikation mit Druckregelung direkt in den Servoverstärkern, mit der sich das Material der Werkstücke bestimmen lässt.
(Bild: Mitsubishi Electric)

In der kompakten Handlingapplikation bewegen Roboter, Servo- und Linearmotor Werkstücke aus unterschiedlichem Material. In einem ersten Schritt wird das Material des Werkstücks automatisch bestimmt. Dazu befindet sich das Teil in einer Ablage auf einem gewöhnlichen Drucksensor, dessen Signale direkt an die Servoverstärker geleitet werden. Ein Servomotor treibt eine Druckregelungsachse an, die auf das Werkstück drückt. Statt wie sonst üblich über Position, Drehmoment oder Geschwindigkeit wird der Servomotor in diesem Fall über Pressure Control geregelt. Aufgrund der spezifischen Steifigkeit des jeweiligen Materials, lässt sich das Werkstück über den Druck bestimmen.

Alle bei diesem Vorgang ermittelten Daten wie Druck, Geschwindigkeit, Position oder auch Materialart werden auf dem Mitsubishi Electric Bedienpanel vom Typ GOT2000 abgebildet. Zur einfachen Visualisierung der Mitsubishi Electric-Produkte verfügt das GOT über entsprechende vorgefertigte Templates.

Die Druckregelung nutzt einen Servoverstärker vom Typ MR-J3-B, der über das SSCNET III Netzwerk geregelt ist. An demselben Netzwerk sind außerdem die Verstärker der neuen Generation MR-J4-B angeschlossen.

Amir Dehnavi, Product Manager Servo -Motion und L-Series bei Mitsubishi Electric, betont: „Mit dem Einsatz der beiden Servoverstärker wollen wir veranschaulichen, dass alle unsere Komponenten rückwärtskompatibel sind und sich ohne Aufwand nach dem ‚Plug and Play‘-Prinzip miteinander kombinieren lassen.“

Anschließend leitet das von dem Weiss Linearmotor HP70 angetriebene 2-Achs-Handlingsystem das Werkstück zu einem Rundtakttisch. „Mitsubishi Electric bietet bereits ein breites Spektrum an Servomotoren an. Mithilfe unserer Steuerungen und Servoregler sind wir aber auch in der Lage, Spezialmotoren anderer Hersteller zu integrieren, wie zum Beispiel den Linearantrieb von Weiss“, erklärt Amir Dehnavi. Der Rundtakttisch wird von einem Direct-Drive-Motor angetrieben, der hohe Drehmomente bei hoher Präzision ohne mechanische Verluste erreicht. Ist das Werkstück in Position gebracht, nimmt es der vertikale Knickarmroboter vom Typ RV-4FL auf und sortiert es in eine bereitstehende Box. Das gesamte System ist durch den WS Controller gesichert, der alle üblichen Sicherheitsstandards erfüllt.

Integraler Bestandteil der Lösung ist die Mitsubishi Electric IQ Platform, auf der sich SPS CPU, Motion CPU und Roboter CPU befinden und in Echtzeit miteinander kommunizieren. „Wir bieten eine Plattform für alle Prozesse. Daraus ergeben sich viele Vorteile wie Einsparungen bei Programmieraufwand, Platz und Energie“, ergänzt Amir Dehnavi.

Mögliche Einsatzfelder eines solchen Handlingsystems finden sich beispielsweise in der Halbleiter- oder Automobilindustrie, bei Montageaufgaben oder X-Y-Verfahrtischen sowie in Verpackungs-, Textil- und Druckmaschinen. (ud)

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