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Datenaustausch

Sichere Digitalisierungs-Lösung für die Industrie 4.0

| Redakteur: Rebecca Näther

Schubert System Elektronik und Genua präsentierten auf der SPS IPC Drives das GS.Gate. Die Lösung kann herstellerunabhängig an Maschinen angebunden werden, um Zustands- und Leistungsdaten von Maschinen zu erfassen, zu analysieren und zu filtern sowie sicher an Monitoring-Systeme oder in die Cloud weiterzuleiten. Ein zentrales Merkmal ist das Security by Design, das ein hohes Schutzniveau an der sensiblen Schnittstelle Maschine-LAN bzw. Internet garantieren soll.

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(Bild: Schubert System Elektronik & Genua)

So wird der gezielte und geschützte Datenaustausch in Produktionsbereichen ermöglicht – dieser ist Grundvoraussetzung, damit Unternehmen ihre Maschinen vernetzen und die Vorteile der Industrie 4.0 wie Analytics und Wertschöpfung aus Daten nutzen können. Die Lösung ist eine gemeinsame Entwicklung des Spezialisten für industrielle Computertechnik Schubert System Elektronik GmbH und des deutschen IT-Sicherheitsunternehmens Genua GmbH.

Analysen aus Zustands- und Leistungsdaten von Maschinen

Aus den Zustands- und Leistungsdaten von Maschinen lassen sich mittels Analysen wichtige Informationen gewinnen: Wann müssen Verschleißteile ausgetauscht werden, bevor sie zu Ausfällen führen – Schlagwort Predictive Maintenance? Wie ist die Auslastung der Maschinen, in welchen Produktionslinien sind noch Kapazitäten verfügbar? Durch die Vernetzung zur Informationsgewinnung dürfen aber keine Einfallstore für Hacker-Angriffe aufgerissen werden. Mit dem Produkt können Daten von Maschinen jederzeit bereitgestellt werden, ohne die IT-Sicherheit zu riskieren.

Individuelle Anwendungen und Sicherheitssysteme in einer Lösung

Das Gate bietet auf kompakter Industrial-Hardware zwei getrennte Bereiche: In einem können Maschinenhersteller oder -betreiber Anwendungen installieren, die ihre individuellen Anforderungen erfüllen. Von den Anwendungen werden über die gängigen Schnittstellen IO-Link, Gbit-Ethernet oder Industrial Ethernet Zustands- und Leistungsdaten von Maschinen abgerufen und analysiert. Im zweiten Bereich befinden sich Sicherheitssysteme. Ein VPN-Gateway leitet die gewonnenen Informationen ausschließlich über verschlüsselte Verbindungen zu den Monitoring-Systemen oder zur Cloud weiter, und eine Firewall schützt die Lösung vor unbefugten Zugriffen und Malware. Administration und Wartung erfolgen über einen integrierten Zugang für Fernzugriffe, ebenfalls über verschlüsselte Verbindungen.

Gate basiert auf Security by Design

Um an der kritischen Schnittstelle Maschine-Netzwerk ein hohes Schutzniveau zu erreichen, ist das Gate nach dem Security-by-Design-Prinzip konzipiert: Die Anwendungen zur Datenverarbeitung, die mit der Maschine sprechen, sind strikt getrennt von den Sicherheitssystemen, die die externe Kommunikation Richtung Netzwerk leisten. Die Separation geht hinunter bis zur Betriebssystem- und Hardware-Ebene. Durch die durchgängige Trennung wird ausgeschlossen, dass beispielsweise Hacker eine Schwachstelle bei einer Anwendung ausnutzen und dann auch die Sicherheitssysteme aushebeln können. Diese Separationstechnologie setzt Genua auch bei Lösungen im staatlichen Hochsicherheitsbereich ein, um die Anforderungen des Geheimschutzes zu erfüllen.

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