Steckverbinder

Sichere Verbindung im Smart Grid

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Auch in rauer Umgebung sicher gesteckt

Diese zahlreichen Anforderungen wirken sich auch auf die Steckverbinder aus. Als Steckgesicht für die Lichtwellenleiter kommen meist die Steckverbinder LC-duplex, ST (B-FOC), oder SC-duplex zum Einsatz – weitere, wie der SCRJ, sind ebenfalls denkbar. Es kommt darauf an, ob der Steckverbinder in einem geschützten Bereich mit der Schutzart IP 20 oder in rauer Umgebung als IP 65/67-Steckverbinder zum Einsatz kommt. Die Steckgesichter sind identisch, die „Verpackung“ ist dann aber deutlich robuster und schützt die Verbindung besser. Deutlich wird dies bei unterschiedlichen Varianten des Push-Pull-Steckverbinders sowie beim Rundsteckverbinder vom Typ M12 Optic.

Der M12-Steckverbinder eignet sich auch für Kupfernetze - mit einer 4- bis 8-poligen A-, D- oder X-Kodierung. Schutzklassen bis hinauf zu IP 69K können damit erreicht werden. Die X-kodierte Variante erreicht bei der Übertragungsqualität CAT6A mittels Schirmkreuz Datenraten von bis zu 10 Gbit/s. Auch der RJ45, der zu den weltweit populärsten Steckverbindern zählt, erreicht diese Geschwindigkeiten. Damit er auch für künftige Applikationen fit ist, sollte auf CAT6A geachtet werden - dieser Standard schützt mit einem 360°-Schirmkonzept vor elektromagnetischen Störfeldern. Auch für den Außeneinsatz gibt es den RJ45 in einer robusten Verpackung für die hohen Schutzklassen IP 65/IP 67.

Globaler Kommunikationsstandard

Energieversorgungs-Unternehmen (EVU) nutzen serielle Verbindungen zwischen den IED (Intelligent Electronic Devices) und der Netzleittechnik (Scada, Supervisory Control and Data Aquisition). Die Grenzen der Datenkommunikation über diese seriellen Verbindungen werden im Smart Grid immer deutlicher. Daher stellen die EVU ihre Kommunikationsstrukturen auf moderne Ethernet-Lösungen um. Die IEC 61850 definiert einen globalen Standard der Kommunikationsarchitektur. Im Bereich der elektrischen Schaltanlagen für Mittel- und Hochspannungstechnik (Substation Automation) beschreibt die IEC 61850 ein allgemeines Übertragungsprotokoll.

Es umfasst unter anderem:

  • wichtige Informationen und Festlegungen für Funktion und Geräte in Schaltanlagen;
  • einen Informationsaustausch für Steuerung, Messung, Schutz und Überwachung;
  • eine digitale Schnittstelle für Daten;
  • eine vereinheitlichte Konfigurationssprache.

Als Basisübertragungsprotokoll dient TCP/IP, zur Client-Server-Kommunikation auf der Basis von IEC-61850-8-1 dient MMS (Manufacturing Messaging Specification), und für Peer-to-Peer-Dienste in Echtzeit kommen Goose-Nachrichten (Generic Object Oriented Substation Events) zum Einsatz. Goose-Nachrichten steuern Geräte über Ethernet-Netzwerke. Ein IEC 61850-konformes Ethernet-Netzwerk reduziert somit den notwendigen Planungsaufwand und senkt die Installationskosten. [in]

* Sebastian Güse, Produktmanager Field Device Connectors, Phoenix Contact, Blomberg

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