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Industrie 4.0

Sicherheits-Experte des BSI fordert bessere Konzepte gegen Cyber-Attacken

| Redakteur: Stefan Liebing

Die Digitalisierung in der Automation gilt als die vierte industrielle Revolution - aber die zunehmende intelligente Vernetzung birgt wesentliche Sicherheitsrisiken. Bisherige Sicherheitskonzepte zu überdenken fordert der BSI-Sicherheitsexperte Holger Junker in einer Keynote anlässlich des ESE Kongress kommende Woche in Sindelfingen. Die Keynote wird als kostenloser Livestream übertragen.

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In der Keynote des ESE Kongress am 3. Dezember zeichnet Holger Junker anhand realer Fälle das aktuelle Lagebild der Cyber-Sicherheit in Deutschland nach.
In der Keynote des ESE Kongress am 3. Dezember zeichnet Holger Junker anhand realer Fälle das aktuelle Lagebild der Cyber-Sicherheit in Deutschland nach.
(Bild: VBM-Archiv )

Holger Junker leitet im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das Referat Cyber-Sicherheit in kritischen IT-Systemen.
Holger Junker leitet im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das Referat Cyber-Sicherheit in kritischen IT-Systemen.
(Bild: BSI )

Laut Cyber Security Report 2015 der Deutschen Telekom fürchten fast 85 Prozent der deutschen Führungskräfte Angriffe auf ihre IT-Systeme. Bisherige Sicherheitskonzepte zu überdenken fordert BSI-Experte Holger Junker, der im Rahmen des Embedded Software Engineering Kongress (30. November bis 4. Dezember in Sindelfingen) vor Fachpublikum eine Keynote zum Thema industrielle Cyber-Sicherheit halten wird.

Junker leitet im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das Referat Cyber-Sicherheit in kritischen IT-Systemen. Dort befasst er sich mit der IT-Sicherheit im Bereich der Fabrikautomation und Prozesssteuerung – und kennt die Herausforderungen durch die massive Vernetzung sowie die komplexe Kommunikation innerhalb der Industrie 4.0. „Das manuelle Sicherheitsmanagement, wie es heute praktiziert wird – mit präventiven Virenscannern und Firewalls –, bietet keinen Schutz vor Hackerangriffen“, konstatiert Junker.

Junker sieht eine konkrete Bedrohungslage, insbesondere für sogenannte „kritische Infrastrukturen“, wie der Stromerzeugung oder Wasserversorgung. „Wir brauchen Konzepte für das Sicherheitsmanagement und für die Bildung vertrauenswürdiger, flexibler Beziehungen über Unternehmensgrenzen hinweg, die sich zumindest teilweise automatisieren lassen,“ sagt der Experte für Cyber-Sicherheit.

Denn wie bisher ein einfaches Maßnahmenbündel durchzuführen, reiche für die Unternehmen in der neuen vernetzten Welt nicht mehr. Vielmehr müssten diese geregelte Prozesse einführen und wirkungsvolle Maßnahmen ergreifen, wie das Monitoring und die Logdatenverfassung in den Netzwerken, um Anomalien und eine bereits erfolgte Kompromittierung des Systems zu erkennen.

In seiner Keynote am 3. Dezember zeichnet Junker anhand realer Fälle das aktuelle Lagebild der Cyber-Sicherheit in Deutschland nach und stellt Vorgehensweisen und Maßnahmen vor, die Hersteller, Integratoren und Betreiber ergreifen müssen. Anhand von frei verfügbaren Empfehlungen und Hilfsmitteln des BSI seien auch kleine und mittelständische Unternehmen in der Lage, Security sukzessive umsetzen.

Über den ESE Kongress

Der Embedded Software Engineering Kongress ist der größte Kongress im deutschsprachigen Raum sowie europaweit für die Entwicklung von Geräte- und Steuerungssoftware für Industrieanwendungen, Kfz-Elektronik, Telekom sowie Consumer- und Medizintechnik. Das fünftägige Programm umfasst über 100 Fachvorträge sowie eine Fachausstellung mit über 50 Unternehmen. Für 2015 erwarten die Veranstalter über 1000 Teilnehmer. Alle weiteren Informationen unter www.ese-kongress.de

Dieser Artikel erschient zu erst auf unserem Schwesterportal www.elektronikpraxis.de

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